hi,
ich fand containern auch immer eklig, bis ichs selbst gemacht habe.
ich hab auch ne ziemlich hohe ekelschwelle und hab zeug, wo auch nur bisschen undefinierbarer glibber dran war, sofort dringelassen. es kam also "nur das beste" in die tüte, und auch das wurde nochmal gründlich abgewaschen. es gibt leute, die gehn da "lockerer" mit um als ich

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mir gings einmal darum, einfach die wegwerf-problematik öffentlich zu machen, andererseits aber irgendwo auch ganz pragmatisch darum, sich kostenlos essen zu besorgen. so überlebens-taktik... k.a, sicherlich auch irgendwo aus Spaß an der Sache.
bei fertiggerichten isses halt so, dass du üblicherweise den schlimmsten scheiß zusammengepanscht kriegst. da dürfte die bunte verpackung das teuerste sein. das ganze wird durch die convenience-kategorie nochmal "aufgewertet" (also wertschöpfung durch luxus-gefühl) und damit teurer. ganz zu schweigen von haltbarmachung, produktionshilfstoffen usw.
in ner einfachen, selbstgemachten pizza wäre mehl (30 ct - die genauen Preise weiß ich leider nicht), frischhefe (9 ct), salz (1 ct), wasser (1 ct), pürrierte tomaten (30 ct?), oregano (15 ct), evtl champignons ausm glas (80 ct) drin. schau mal, was in ner fertigpizza alles an zutaten drin ist...
käse muss nicht "unbedingt" auf ne pizza. pizza marinara ist z.B original vegan. hefeflocken (1,79? für 250 gramm bei kaufland (noemi, stimmt das?)) schmeckt lecker würzig. einfach am schluss drüberstreuen.
wenns bisschen mehr sein darf, kannste noch tiefkühl-broccoli (99ct/500 gramm), dose mais (50 ct?), erbsen, zucchini, zwiebelstreifen und knoblauch draufmachen. auch da kommste mit einem guten blech und jeder menge übriggebliebener zutaten (vielleicht gleich für ne weitere pizza?

) mit ca. 4-5 euro aus.
gut, die genauen preise weiß ich nicht, aber ich könnte stark darauf tippen, dass man sogar mit selbstgemachter bio-pizza gleich teuer wegkommt wie mit gekaufter fertigpizza. gut, discounter toppen alles nochmal (im negativen sinne), aber vergleichen wir mal mit ner einigermaßen mittel-qualitativen marken-fertigpizza).
günstig wird das leben aber auch durch bedarfsgemeinschaften usw... in unserer wg teilen wir uns alles durch vier. das heißt: kaum was wird schlecht, wir haben ne große auswahl und müssen zeug nicht lange lagern (=> wird schlecht).
mit käse ist es nicht einfach, das stimmt. aber ich hab mir da halt damals gedacht, dass die ganzen "alternativprodukte" halt luxus sind (käse ist im grunde ja auch luxus) und einfach andere produkte verwendet...
auch heute ess ich kaum was "käse-artiges".
wenn man immer nur mit dem vergleicht, was man "früher" gegessen hat, schränkt man sich doch voll ein. man muss schauen, was es "generell" für lebensmittel gibt. und da gibts so ne riesige auswahl...
viele fertiggerichte ausm kühlfach sind auch teuer... irgendwelche reis-gemüse-packungen für 1,50 oder so... das ist definitiv teurer als selbst reis zu kochen und bisschen tiefkühl-zeugs dazu.
beim selberkochen bleibt halt immer was übrig (weil man meistens nicht gleich 500 gramm tiefkühlgemüse auf einmal verbraucht). die dadurch später gesparten kosten muss man halt wieder mitberechnen.
grüße:
kilian