Was könnte wohl der Grund sein, daß jedes Säugetier seine Milchzusammensetzung in einer den Bedürfnissen seiner Nachzucht angepaßten Form aufweist? Wieso wird den Menschen eingehämmert, daß sie Milch für ihre gesunde Ernährung brauchen, obwohl sie nach dem 3. Lebensjahr gar keine Verdauungsenzyme zum kompletten Aufspalten dergleichen haben? Wieso ist die Erkrankungsrate an Osteoporose gerade in den Regionen am stärksten, wo die meiste Milch konsumiert wird?
Fangen wir mal von vorne an. Der Säugling sollte Muttermilch bekommen, er ist ja ein Mensch und kein Kalb, sollte man jedenfalls vermuten. Für die Verdauung dieser Milch steht ihm auch ein Verdauungsenzym zur Verfügung. Es reduziert sich im Laufe der Zeit, so etwa ab dem 2. Lebensjahr. Hier ist schon der Grund zu suchen, warum wir Milch, und dann auch noch von einem anderen Säugetier gar nicht mehr problemlos verdauen können.
Die häufigste Nahrungsmittelallergie bezieht sich auf Milch. Die Kuhmilch weist verständlicherweise eine Zusammensetzung auf, die dem Wachstum des Kalbs angepaßt ist. Sie enthält ca. viermal mehr Kalzium und fünfmal mehr Phospor als die Muttermilch vom Menschen. Das Kalb wächst wesentlich schneller und benötigt diese Zusammensetzung für seinen Knochenbau, während beim Säugling zunächst das Gehirnwachstum im Vordergrund steht. Daür wird definitiv Muttermilch benötigt.
Ohne Zweifel ist die Milch ein Kalziumlieferant. Allerdings handelt es sich um ein grobstoffliches Kalzium (Ca), das der menschliche Körper so nicht für seine Knochen verwerten kann. Im Gegenteil, es ist sogar am Kalziumraub der Knochen beteiligt, da dieses grobstoffliche Ca dem Knochen sein feinstoffliches Ca entzieht. Außerdem werden schon 2/3 des Kalziums im Darm zurückgehalten. Zum einen müssen die großen Phospormngen der Milch gebunden werden und zum anderen müssen die großen Mengen Harnsäure, die bei der Verstoffwechselung der Milch anfallen, neutralisiert werden. Zusammen mit einer säureüberschüssigen Ernährung (tierische Produkte, Süßigkeiten, Weißmehl, Kaffee, Alkohol usw.) ist die Milch auf jeden Fall mitverantwortlich für Kalziumverluste aus dem Skelett. Dieser Kalziumverlust ist im Harn nachweisbar. Milch ist daher an der Entstehung der Osteoporose beteiligt, im Gegensatz zur verlautbarten Schulmeinung, daß sie diese verhindern kann.
In wissenschaftlichen Kreisen ist das kein Geheimnis, deckt sich aber leider nicht den Marktinteressen und muß daher auf Kosten unserer Gesundheit und einer Menge Tierquälerei verschwiegen werden. "Der Mythos, daß Osteoporose durch Kalziummangel verursacht wird, wurde erfunden, um Milchprodukte und Kalziumpräparate zu verkaufen. Es ist nichts wahres daran. Die US-amerikanischen Frauen nehmen weltweit mit die größte Kalziummengen ein, und trotzdem liegt ihre Osteoporoserate weltweit mit im höchsten Bereich. Der Konsum von noch mehr Milchprodukten und Kalziumpräparaten wird an dieser Tatsache absolut nichts verändern." (Dr. John McDougall, The McDougall Program for Women, 2000)
Viele Menschen machen sich Sorgen um einen nicht gedeckten Kalziumhaushalt, das auch nicht zu Unrecht. Allerdings wäre der richtige Ansatz eine basische Ernährung und die Zufuhr von Kalzium aus natürlichen pflanzlichen Quellen. So können Nüsse und Samen, Kerne sowie grüne Gemüse und Blattsalat wie auch getrocknete Feigen wunderbar unseren Kalziumhaushalt decken.
Neben Osteoporose lassen sich auch viele andere Störungen auf den Konsum von Kuhmilch und deren Produkte zurückführen. Allen voran allergische Symptome und Abwehrreaktionen, wozu vielfältige Darmstörungen mit Durchfällen aber auch gewucherte Mandeln und Polypen zählen. Wen wundert es da, daß das Entfernen solcher Wucherungen den häufigsten chirurgischen Eingriff in der KIndheit darstellt?
Durch viele Milchprodukte werden toxische Eiweiße in die Gewebe eingeschleust. Die daraus folgenden immunologischen Prozesse sind als Rheuma bekannt. Nicht zu vernachlässigen ist ebenfalls der starke Anstieg des jugendlichen Diabetes, der parallell zum Kuhmilchkonsum verläuft. Die Oberflächenstruktur des Kuhmilcheiweißes ähnelt extrem stark der Oberflächenstruktur insulinproduzierender Zellen der Bauchspeicheldrüse. Das noch nicht voll ausgereifte Immunsystem eines Kindes, das eine Allergie gegen Kuhmilch entwickelt, erkennt dann häufig die Zellen der Bauchspeicheldrüse als Kuhmilch und zerstört diese. Die Folge ist Diabetes Typ 1!"
K. S. "Ökostadt Report 1/2006