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Der Mythos der gesunden Milch

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Fragen und Antworten zu Gesundheit, Tierschutz, Ethik und Ökologie im Zusammenhang mit dem vegetarischen Lifestyle.

Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon RaggaeGirl22 am Freitag, 14. September 2007, 15:46

Das mit der Massenziegenfarm ist mir bekannt. Darüber wird seit einiger Zeit auch im Ziegenforum diskutiert. Ich finds einfach nur abartig. Ich hätte gerne zwei Ziegen für unser Wiesengrundstück aber da ich noch Zuhause wohne und mein Vater sozusagen Herr über dieses Grundstück ist würde er mir den Hals umdrehen wenn ich zwei Ziegen holen würde. Er wäre nicht wirklich abgeneigt Schafe oder Ziegen dort laufen zu lassen so lange sie nur am Ende des Jahres die Kühltruhe füllen würden, da ich das aber nicht will ist das ganze relativ aussichtslos.
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon Grüne Minna am Montag, 5. November 2007, 03:47

RaggaeGirl22 hat geschrieben:Ich weiß das menschliche Mütter jede Menge überschuss produzieren.


Kann ich nur bestätigen. Nach der Geburt meines Sohnes hatte ich so viel Milch dass die Dinger fast geplatzt wären, hätte locker für Zwillinge oder mehr gereicht. Das hat sich dann nach ca. 2 Wochen von selber auf den Bedarf eingestellt und reduziert. Meine Cousine hingegen hat fast gar keine Milch (ist auch etwas zierlicher obenrum) und konnte die Produktion auch nicht durch häufiges Anlegen des Kindes steigern.

Bei der Frage ob Tiermilch oder nicht sollten wir ausser an die Nachteile für die Tiere auch an die gesundheitlichen Nachteile für uns und unsere Kinder denken. Warum den Milchindustrie-Millionären die Taschen vollstopfen ?
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon Shadow am Mittwoch, 7. November 2007, 20:58

Hi!
Ich wollte mal fragen, was ihr von Bio - Milchprodukten haltet , da die Tiere ja richtig gehalten werden.
Aber für mich persönlich ist an Milch nichts schlimmes dran, es kommt von Tieren, dass ist schon klar. Aber solange die Tiere richtig gehalten werden, find ich das nich dramatisch.
Und es ist ja auch sozusagen eine Erleichterung für die Kühe, die Milch dann abzugeben oder nicht???

Gruß Shadow
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon rosalie pig am Mittwoch, 7. November 2007, 21:45

Shadow hat geschrieben:Hi!
Ich wollte mal fragen, was ihr von Bio - Milchprodukten haltet , da die Tiere ja richtig gehalten werden.
Aber für mich persönlich ist an Milch nichts schlimmes dran, es kommt von Tieren, dass ist schon klar. Aber solange die Tiere richtig gehalten werden, find ich das nich dramatisch.
Und es ist ja auch sozusagen eine Erleichterung für die Kühe, die Milch dann abzugeben oder nicht???

Gruß Shadow



Kuhmilch den Kälbern

Weder der Mythos von der „gesunden“ Milch ist wahr, noch ist es dem Großteil der „Milchkühe“ möglich, auf einer grünen Almwiese herumtollen zu können. Die große Mehrzahl von ihnen verbringt ihr gesamtes Leben angekettet in einem Stall, zu völliger Bewegungsunfreiheit verdammt und unter grausamen Bedingungen zur „Melkmaschine“ umfunktioniert.


Die Kuh als Säugetier produziert von Natur aus nur Milch, wenn sie ein Kalb geboren hat. Das ist bei ihr so wie bei allen anderen Säugetieren einschließlich des Menschen. In der traditionellen Milchproduktion wird die „Milchkuh“ einmal pro Jahr durch brutale künstliche Besamung geschwängert. Nach neunmonatiger Tragezeit gebärtt sie ihr Kind, das ihr in der Regel sofort nach der Geburt weggenommen wird, für Mutter und Kind ein Trauma, das keiner Erläuterung bedarf, wenn man sich diese Situation bei der menschlichen Mutter-Kind-Beziehung vorstellt. Das Kalb wird unter Rotlicht in eine enge Box gezwängt oder mit anderen Kälbern in einen abgetrennten Raum mit Holzspaltböden gesteckt und mit einer Ersatzmilch gefüttert. Das Brüllen nach seiner Mutter, die Sehnsucht nach Geborgenheit und mütterlicher Wärme wird nur durch das Brüllen der Mutter übertönt, die verzweifelt nach ihrem geraubten Kind ruft. Sie wird nun 2 x täglich an die Melkmaschine angeschlossen. Ihr Kalb wird sie nie wiedersehen. Ihm wird entweder ein ähnliches „Schicksal“ wie das seiner Mutter bevorstehen oder aber der baldige Abtransport zum Schlachthof, um als Kalbfleisch zu enden. Wenn die Gebärfähigkeit der „Milchkuh“ nachlässt, wird auch sie im Schlachthof enden, damit auch noch aus ihrem Fleisch Profit gemacht werden kann.

der einzige unterschied zur biohaltung bei kühen besteht darin, dass die tiere besseres futter erhalten, was die milch- und fleischqualität verbessern soll. anbindehaltung und spaltenböden sind auch hier erlaubt.
schau dir mal einen der "edelsten aller biobetriebe " demeter an.
eine milchkuh wird höchstens 3-5 jahre alt. dann ist sie aufgrund der höchstleistung an milchproduktion am ende.
sie könnte bis zu 30 jahre alt werden.

bei mir leben 14 rinder.
darunter ein schon ausgewachsenes kalb , inzwischen 18 monate alt.
dieses kalb trinkt noch immer bei der mutter.
eine erleichterung für die mutterkuh ist lediglich die milch an ihr kind zu geben. dann, wenn das kalb hunger hat, in mengen, die das kalb benötigt. so wie dies auch eine mutter mit ihrem menschenkind tut.
eine kuh , (rinder sind fluchttiere) läßt sich nicht freiwillig melken. hierfür werden sie in sog. melkstände geperrt und bis zum letzten tropfen milch per maschine gemolken. dieser unnatürliche vorgang führt häufig zu schmerzhaften entzündungen am gesäuge.

gruß trine
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Die Welt ist voller Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.

(Pipi Langstrumpf )


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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon Shadow am Mittwoch, 7. November 2007, 22:55

Danke für den ausführlichen Beitrag. Sind wirklich gute Infos drin und werde (einwenig) drauf achten was ich zu mir nehme. :-)
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon Akasha am Montag, 28. April 2008, 19:25

Hallo,

habe mich bei meinem ersten Vegi-Einkauf auch an Sojamilch gewagt, aber erst einmal ALPRO SOJA Waldfrüchte.

Hatte richtig Schiss das zu probieren, weil ich ja so eine schlechte Erfahrung mit dem Tofu hatte was wie xyz schmeckte. Aber die schmeckt!

Scheint mir nur ein wenig dickflüssig deshalb meine Frage: ich trinke so gerne Milch mit Eiskaffee-Pulver. Ansonsten kommt Milch garnicht in meinem Leben vor, ausser im kaffee.
Schmeckt Kaffee auch mit Sojamilch, hat da jemand Erfahrung mit? Oder schmeckt Kakau darin?
Und kann ich vielleicht einen Schuss Wasser hinzufügen, damit es nicht so sämig ist? Oder ist Sojamilch doch etwas ganz anderes und macht sich nicht gut zu Kakau und Konsorten? Warum nennt es sich dann "Milch"?
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon kilian am Montag, 28. April 2008, 19:32

es schmeckt als kakao. kaffee trink ich eigentlich nie - kann ich also nicht beurteilen.
und "milch" heißt es gar nicht. darfs auch gar nicht weil nur tiermilch als "milch" in den handel darf (und unverschämterweise auch noch weniger umsatzbesteuert wird).
sojamilch ist "sojadrink" :)
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon misi am Montag, 28. April 2008, 19:44

Es gibt einige Sorten Sojamilch die im Kafee ausflocken, wenn du eine gefunden hast bei der das nicht der Fall ist schmeckt das eigentlich ganz gut.
Ich benutze für den Kafee Soja/Reismilch aus dem Aldi, auch wenn ich die sonst nicht mag, im Kafee ist die gut.
notfalls gibts es aber auch extra soja-kafee-milch (oder drink was auch immer...)
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon Akasha am Montag, 28. April 2008, 20:00

Ah, das ist gut, dass sie von Aldi ist. Weil so oft kann ich mich im Naturkostladen auch nicht blicken lassen wegen dem Geldbeutel.
Das werde ich dann gleich mal ausprobieren. Freue mich sowieso, dass es mittlereweile schon überall Ersatzprodukte gibt, am meisten habe ich mich über den Pflanzenschmalz gefreut, der da so im Kaufland im Angebot war. Habe nie Griebenschmalz gegessen, aber nun habe ich etwas gefunden, was alle möglichen Gerichte (zum Beispiel meine Bratkartoffeln gestern) echt schmackhaft macht ohne viel (ver)würzen zu müssen.

Den "echten" Schmalz fand ich immer ekelig, aber der jetzt und die gerösteten Zwiebeln darin, die bringen echt Geschmack.
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Re: Der Mythos der gesunden Milch

Beitragvon lioninwinter am Freitag, 2. Mai 2008, 18:03

Schmeckt Kaffee auch mit Sojamilch, hat da jemand Erfahrung mit? Oder schmeckt Kakau darin?
Und kann ich vielleicht einen Schuss Wasser hinzufügen, damit es nicht so sämig ist?


Wie schon von Misi erwähnt, würde ich einmal Reismilch natur oder Sojamilch mit Vanille probieren. Mit Cacao schmeckt es auch ganz toll. Da ich die Dickflüssigkeit im Kaffee auch nicht besonders schätze, wird bei mir grundsätzlich die Vanille- oder Cacao Sojamilch 50:50 mit Sojamilch natur gemischt.
'Schmalz-Alternativen' z.B von Rapunzel sind unglaublich lecker. Komischerweise kannte ich schon früher das richtige Schmalz gar nicht, denn meine Eltern hätten so etwas niemals auf den Tisch gebracht. Aber als ich das etste Mal die Variante von Rapunzel probiert habe, bin ich diesem verfallen.

Und was das Thema Kuhmuttermilch anbelangt - Ihre Muttermilch den Kälbern und nicht den menschlichen Tieren. Meine Katzen würden auch nicht die meine trinken wollen, wenn ich irgendwann die hauseigene und körpereigene Milchbar eröffne...

Liebe Grüße
lioninwinter
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