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Gebet an den Planet

Umweltschutz ist ein aktuelles, hoch interessantes Thema.
Hier gibts Platz für Diskussion.

Gebet an den Planet

Beitragvon kilian am Freitag, 6. Juni 2008, 21:39

Hi,



vielleicht kennt ihrs schon - wenn nicht: anschauen! :)

gruß:

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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Lena am Sonntag, 8. Juni 2008, 14:47

Das ist ein richtig geniales Lied!
Animal Liberation - NOW!
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Rygel am Samstag, 14. Juni 2008, 17:31

O. k., hier mal wieder ein sehr ketzerischer Gedanke, der bei mir aber immer wieder hochkommt: Kennt ihr das Gefühl, wenn man seine eigene Lebensweise hinterfragt? Und damit meine ich jetzt nicht die vegane, da sehe ich ja den Sinn hinter, aber warum um alles in der Welt sollte ich mich um diese Welt umwelttechnisch kümmern? Ich bin der komische Freak, der vegan lebt, Fair-Trade-Klamotten kauft, Wasserspartasten betätigt und dafür überall belächelt wird, was spricht also dagegen, den Blagen dieser Erde die Welt nicht mit rosarotem Schleifchen zu übergeben, sondern sie ihnen völlig kaputt vor die Füße zu werfen? Der Planet wird sich davon erholen, aber vielleicht leiste ich so einen wichtigen Beitrag zum Exitus der Menschheit. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, oder nicht? Zumal das Ganze noch nicht mal verboten ist, jeder 0815-Omnivore richtet ja mehr beim Thema Klimazerstörung an, als ich als Veganer jemals schaffen könnte. Ganz davon abgesehen das es das Leben ziemlich erleichtert, wenn man nicht mehr auf die Umwelt achtet und dort den Larry rausläßt. Wie gesagt, ziemlich ketzerischer Gedanke, bis jetzt habe ich ihn auch noch nicht umgesetzt, aber hochgespült wird er bei mir sehr oft. Warum sich umwelttechnisch nicht in der großen Masse treiben lassen, wenn einem eh nichts an der Menschheit liegt? Da dürften noch nicht mal groß Beschwerden kommen, weil 99 % der Menschheit die Umwelt ziemlich am Arsch vorbeigeht... :akk:
Für Bärbel Schäfer bin ich von mir aus ein Faschist,
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon skorpion am Samstag, 14. Juni 2008, 18:09

Rygel hat geschrieben:Da dürften noch nicht mal groß Beschwerden kommen, weil 99 % der Menschheit die Umwelt ziemlich am Arsch vorbeigeht... :akk:


Die Umwelt geht mir ganz und gar nicht am Arsch vorbei, aber dafür die Menschheit.
Ich versuche schon so gut wie es für mich möglich ist, umweltbewußt zu leben, aber ich tue es für den Erhalt der Natur- und Tierwelt.
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Rygel am Samstag, 14. Juni 2008, 19:32

skorpion hat geschrieben:Ich versuche schon so gut wie es für mich möglich ist, umweltbewußt zu leben, aber ich tue es für den Erhalt der Natur- und Tierwelt.


Das ist mir schon klar, deshalb tue ich es auch und deshalb habe ich ja auch ketzerisch geschrieben. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob euch solche Gedanken völlig fremd sind. Nehmen wir halt nur das Gebiet "Fair Trade": Sollte ich wirklich dafür kämpfen und mich dafür einsetzen, daß fremde Menschen fair bezahlt werden und bessere Arbeitsbedingungen bekommen? Ich kriege ja schon immer das Kotzen, wenn Myagmar, mein mongolisches Patenkind, von irgendwelchen Ziegenzuchten in seinem Ghetto schreibt, da frage ich mich jedes Mal, was ich da eigentlich monatlich mit meinen 50 € unterstütze. Diese Frage stelle ich mir allerdings schon seit Jahren, ohne das ich die Unterstützung unterbreche, das zeigt da ja meinen Zwiespalt.

Inspiriert zu dem Beitrag wurde ich durch ein heutiges Gespräch mit einer Bekannten. Die war total stolz auf ihren ökologischen Fußabdruck von 3,1 Erden und spielte sich als Superumweltschützerin auf, die auf ihren Wasserverbrauch achtet, Energiesparlampen kauft und auf regionale Artikel achtet, weil sie "die Erde nur von der nächsten Generation geliehen" hätte. Als ich dann meine 1,6 Erden angesprochen und ihr erklärt habe, wie einfach das zu erreichen wäre, fiel ihr dann aber fast die Kinnlade aus dem Gesicht und sie nuschelte was von "zu extrem" und "übertrieben". Und für solche Heuchler sorge ich mit meinem Lebensstil dafür, daß die Menschheit eine Perspektive hat? Wozu, jeder umweltbewußte Mensch wird doch von der Masse der Umweltzerstörer sowieso gnadenlos niedergetrampelt? Was bleibt denn da übrig außer Frust? Überhaupt: Wir sind nur Gast auf Erden, da muß ich doch mal fragen: Geht man so mit seinen Gästen um? O. k., der war geklaut von Harald Schmidt... :zwinker:
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Caillin am Samstag, 14. Juni 2008, 19:53

Ich hoffe einfach mal, dass ich mich hier schon einmischen darf. Ich hab nämlich auch schon in anderen Foren sinngemäß hieß, wer erst so kurz dabei sei wie ich, der müsse gar nicht den Mund aufmachen.
Aber ich habe das Gefühl, dass das hier anders ist, daher meine Meinung dazu:
Mir sind Menschenrechte genau so wichtig wie Tierrechte.
Und ebenso wenig wie ich möchte, dass ein Tier meinetwegen ausgebeutet wird, weswegen ich ja auch größtenteils auf vegan umgestiegen bin, möchte ich nicht dass Menschen für meine Kleidung ausgebeutet werden.
Für beides habe ich das Bewusstsein noch nicht sooo lange, weswegen mein Kleiderschrank zum Großteil aus Billigkleidung von Neckermann besteht.
Aber künftig werde ich darauf achten, meine Kleidung im Versandhandel mit Fairtrade zu beziehen.
So weit es mir möglich ist achte ich schon drauf, dass mein Konsum möglichst nachhaltig und fair stattfindet. Bei allem geht das natürlich nicht, weil das sonst min begrenztes finanzielles Budget sprengen würde.
Aber das muss jeder für sich entscheiden.
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Rygel am Samstag, 14. Juni 2008, 20:02

Caillin hat geschrieben:Ich hoffe einfach mal, dass ich mich hier schon einmischen darf.


Du darfst eigentlich nur nicht solche Sätze formulieren, die sind irgendwie albern, ansonsten SOLLST du dich sogar hier überall einmischen. :zwinker:

Caillin hat geschrieben:Mir sind Menschenrechte genau so wichtig wie Tierrechte.
Und ebenso wenig wie ich möchte, dass ein Tier meinetwegen ausgebeutet wird, weswegen ich ja auch größtenteils auf vegan umgestiegen bin, möchte ich nicht dass Menschen für meine Kleidung ausgebeutet werden.
Für beides habe ich das Bewusstsein noch nicht sooo lange, weswegen mein Kleiderschrank zum Großteil aus Billigkleidung von Neckermann besteht.


Genau so sehe ich das auch, deshalb ist mein Kleiderschrank mit Ausnahme von lebenswichtigen Wrestling-T-Shirts :mrgreen: auch auf Fair-Trade umgestellt und deshalb unterstütze ich auch noch nachwievor Myagmar. Aber trotzdem kommen hin und wieder solche Gedanken hoch, für wen und warum ich mich zum Kasper mache, wenn ich für Menschenrechte eintrete... :ka: Man kann diesen Einsatz halt nicht nachhaltig überprüfen und im Gegensatz zu Tieren ist der größte Teil der Menschheit in meinen Augen einfach nicht unterstützenswert. Daß ich es trotzdem mache, ändert nichts an meiner diesbezüglichen Zwickmühle.
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Sonny am Samstag, 14. Juni 2008, 20:06

obwohl mir die Tiere mehr bedeuten, möchte ich auch nicht, daß Menschen für mich leiden müssen.
Fairtrade kaufe ich immer, wenn es möglich ist. Bananen z.B., denn bei dem Gedanken, daß die Platagenarbeiter auf den Plantagen ohne Schutzkleidung arbeiten, wärend von oben gesprüht wird, schmeckt mir keine Banane mehr.
Bei Kleidung ist mir Fairtrade zu teuer, deshalb greife ich meist auf ebay zurück.
Zwischen mir und dem kleinsten Tier liegt der Unterschied nur in der Erscheinungsform. Im Prinzip sind wir das Gleiche. Vivekananda Swami
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Rygel am Samstag, 14. Juni 2008, 20:14

Sonny hat geschrieben:obwohl mir die Tiere mehr bedeuten, möchte ich auch nicht, daß Menschen für mich leiden müssen.


Aber was ist, wenn du anderen Menschen durch deine Spende erst ermöglichst, daß sie Tiere für sich leiden lassen, wie eben Myagmars Nachbar mit seiner Ziegenzucht? Stellt man in dem Moment nicht den Menschen über das andere Tier? Warum? Ohne Spende wäre Myagmars Nachbar verhungert, mit Spende lebt er und bringt Ziegen um. Ist das dann tatsächlich unterstützenswert? :akk:
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Re: Gebet an den Planet

Beitragvon Caillin am Samstag, 14. Juni 2008, 20:29

Ich würde sagen das hängt von der Situation in dem Dorf ab.
Nehmen wir an das Dorf hat fruchtbare Böden auf denen man wunderbar Gemüse und Getreide anbauen kann, um das Dorf zu ernähren, dann wäre es vielleicht nicht unbedingt unterstützenswert, weil man das Geld genau so gut in landwirtschaftliche Geräte und Saatgut, etc. hätte investieren können.
Wenn da aber nicht viel wächst außer ein wenig Gras, gerade genug um ein paar Ziegen durchzubringen, und die Ziegen sichern das Überleben der dort lebenden Menschen und werden "gut" gehalten (ich weiß, das geht eigentlich gar nicht), dann wäre es in diesem falle vertretbar, das zu unterstützen, zumindest aus meiner Sicht.
Denn es geht mir ja darum, zu vermeiden was vermeidbar ist. Für mich, die ich Geld verdiene und Supermärkte mit einem Überangebot an Lebensmitteln zur Auswahl habe, ist es relativ einfach auf Tierprodukte zu verzichten.
In einer Gegend wo kaum was wächst und die Menschen froh sein müssen, wenigstens ein wenig Ziegenmilch abzubekommen, hätten die dort lebenden Menschen diese Wahl eben nicht, da sieht das aus meiner Sicht wieder anders aus.
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