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Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Umweltschutz ist ein aktuelles, hoch interessantes Thema.
Hier gibts Platz für Diskussion.

Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Mittwoch, 7. Mai 2008, 08:42

hi,

der in der hinsicht extrem zurückhaltende "spiegel" veröffentlichte einen artikel darüber, wie fleisch den urwald gefährdet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 33,00.html

einerseits prima dass das dort thematisiert wird, andererseits stellt mich die frage: was hat das mit Billigfleisch zu tun? Jedes Fleischproduktion ist klimaschädigend. Egal ob Bio oder konventionell...

Und minister gabriel sagt
Die Gesellschaft müsse dringend über ihren Fleischkonsum reflektieren: "Es ist natürlich einfacher zu sagen, das böse Auto ist schuld als der Gang ins Restaurant


oder auch der einfache, private einkauf von fleisch...

(und leider gilt das ganze auch noch für andere tierprodukte wie milch und eier.. schade, dass es immer solange braucht bis das ankommt)

gruß:

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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Mittwoch, 7. Mai 2008, 21:09

Hi,
dann misch ich mich gleich mal in die Disussion ein :zwinker:

Natürlich schadet die Produktion von Fleisch allgemein der Umwelt, aber ich finde, man sollte trozdem unterscheiden zwischen Bio und konventionell.
Wenn man nur mal die Fütterung betrachtet, dann werden z.B. " Bioschweine :schwein: " wesentlich umweltfreundlicher ernährt als andere ( das hört sich jetzt vielleicht blöd an, ist aber so ), denn es wird ja auch darauf geachtet Futtermittel aus der Region zu bekommen ( wovon wieder andere Biobauern profitieren ) und nicht irgendwo aus Afrika oder Brasilien.
Dort haben die Leute ja selber kaum etwas zu essen und dann wird Getreide oder Soja zu den reichen Ländern transportiert, um dort saubillig Tiere zu mästen ( die auch noch vorbeugend mit Medikamenten vollgepumpt werden, während die Armen an Husten sterben ! )und sich die reichen Europäer mit Fleisch vollstopfen können :essen: Für die Anbauflächen wird natürlich auch der Regenwald abgeholzt, immer weiter, da ja der Boden schnell ausgelaugt ist. Vom hohen Co2 ausstoß beim Transport um die halbe Welt einmal ganz abgesehen.

Also ich denke, wenn man sich das bewusst macht ( als Fleischesser ) ist das Wechseln zu Biofleisch schon mal ein erster Schritt ( Richtung Veggi ), es wird ja auch automatisch weniger gekauft, weil es um ein vielfaches teurer ist.

So, das wollt ich schon immer mal loswerden :zwinker:
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Mittwoch, 7. Mai 2008, 21:28

hi,
nichtsdestotrotz ist fleisch klimakiller. biofleisch tötet vielleicht weniger klima als konventionelles fleisch aber wer sich darauf was einbildet hats nich verstanden... :).
es ist so einfach vermeidbar und da gibts kein wenn und aber, find ich :)
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon Sonny am Donnerstag, 8. Mai 2008, 07:08

Biofleisch tötet auch, nämlich das Tier, das ist klar.

Und von den eingefleischten Vielfleischessern kauft sowieso keiner Bio - das ist ja zu teuer!
Viel muß es sein und billig muß es sein... :kotz: :kotz:
Alle in meinem Umfeld handeln leider so - ich kenne keinen, der Bio kauft.

Selbst wenn wirklich alle Omnis nur noch Bio kaufen würden, wäre davon auch schon wieder zu wenig da und es würden auch daran wieder Abstriche gemacht.

Für mich gibt es, den Tieren und der Umwelt zuliebe nur einen Ausweg: gar kein Fleisch mehr essen.
Zuletzt geändert von Sonny am Donnerstag, 8. Mai 2008, 07:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon noemi am Donnerstag, 8. Mai 2008, 07:57

Hm, in "meinem" Bioladen gibts einige Leute, die regelmässig einkaufen und fast nur Fleisch kaufen - und dann richtig viel, das geht manchmal schon in Richtung 100 Euro...
Da denk ich dann immer "selber schuld", aber die Leute können sich das wohl leisten...

(übrigens denk ich, dass ganz schön viele Leute nicht aus Ideologie im Bioladen kaufen, sondern weils schick ist und man sichs leisten kann... - ich versteh Menschen nicht, die mit dem Porsche zum Bioladen einkaufen fahren.. und ja, solche gibts leider!)
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Donnerstag, 8. Mai 2008, 21:18

ich wollte ja nicht FÜR Biofleisch werben, natürlich bin ich auch total gegen Fleisch, sonst wär ich ja wohl kaum hier :zwinker:
da aber doch angesprochen wurde, dass es überhaupt keinen Unterschied gibt von wegen Umwelt usw., habe ich einfach unterschieden, und ich glaub die " Argumente " sind auch einleuchtend :angle:

Von Umweltbwusstsein zu Bio zu Veggi ????
ich denke schon, dass der " Normalbürger " ( der nicht mit dem Porsche zum Bioladen fährt ) schon mal einen großen Schritt weiter ist, wenn er sich Gedanken um die Herstellung und Haltung der Tiere macht. Man kann sicher von den wenigsten Leuten, die das billigste Fleisch kaufen und massenweise konsumieren, erwarten, dass sie plötzlich auf die vegetarische Schiene wechseln.
Wenn erst einmal das Bewusstsein geweckt ist und Fleisch als Luxus angesehen wird ( was viele Leute natürlich überhaupt nicht verstehen ) ist es nicht mehr so schwer es ganz wegzulassen. Denn für die meisten Menschen ist es dann ja nur die Überwindung auf etwas zu verzichten, das so ziemlich alle in ihrem Umfeld ohne Bedenken massenweise verschlingen.
Das Verständnis ist immerhin da.
Natürlich trifft das nciht für alle zu und einige Leute kaufen auch Biofleisch wirklich nur weil es schick ist, doch die meisten werden es schon aus Überzeugung tun ( es gibt ja (fast) keiner ohne Grund mehr Geld aus ).

Übrigens war es bei mir und meiner Familie ganz ähnlich, wir haben eigentlich schon immer darauf geachtet Sachen aus bio Anbau zu kaufen, deshalb gab es auch fast nie Fleisch, eben weil es ziemlich teuer ist und wir wollten auch, dass die Tiere ein schönes Leben haben ( was man von normalen Mastschweinen ja nicht gerade behaupten kann ).Deshalb viel es uns auc leicht zu verzichten.

Wenn ich jetzt mal so nachdenke, fällt mir auf, dass alle Vegetarier, die ich kenne ( ca.10 ) ausschließlich bio kaufen...also ich denke erst war das Bio da, dann Veggi....

Klar gibt es unter euch auch manche, bei denen das nciht so ist, trozdem sehe ich einen Zusammenhang zwischen Veggi, Bio und Umwelt. :blume:
( das soll jetzt nicht pauschalisiert sein, sicher gibt es schwarze Schafe unter Biobauern,aber allgemein steht doch die Umwelt an erster Stelle )
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Donnerstag, 8. Mai 2008, 21:49

hi,

die frage ist, von welchem punkt man ausgeht...

wenn man sagt, das "normale" und "annehmbare" ist das, wie die meisten leute heutzutage leben, DANN ist bio-fleisch sicherlich "besser". ich find das trotzdem so zynisch, von "besser" in bezug auf fleisch zu sprechen :)

wenn man aber aus ökologischen gründen bio-fleisch isst, dann hat man was grundsätzliches nicht verstanden. denn tierische produkte (insbesondere fleisch) sind per se resourcenverschwendend und klimaschädigend.
es gibt soviele leckere, vegetarische lebensmittel, die viel günstiger als bio-fleisch zu haben sind. gesundheitliche gründe gibts keine, geschmackliche wohl auch nicht... sind doch meistens nur gewohnheit und tradition, oder?

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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon Sonny am Donnerstag, 8. Mai 2008, 22:57

Die meisten (oder alle) Menschen, die Bio-Fleisch kaufen, tun es für sich und ihre Gesundheit. Sie meinen einfach, es ist "besser" - weniger Medikamente und besseres Futter wirkt sich positiv auf das Fleisch aus und schmeckt besser. An die Tiere denken sie dabei nicht!
Sie wollen mit dem "besseren" Fleisch nur sich selbst etwas Gutes tun.
So seh ich das!
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Freitag, 9. Mai 2008, 20:16

Es ist sicher bei vielen mit ( zum Teil langer ) Überlegung verbunden, bis sie sich entschließen, vegetarisch zu leben .
Natürlich denke auch ich, das der Konsum von Fleisch, egal welches, nciht vertretbar ist, doch diese Einstellung kommt ja auch nicht von heut auf morgen.
Der Weg führt oft von konveltionell über Bio zu vegetarisch, so war es ohne Ausnahme bei allen Vegetariern, die ich persönlich kenne, wie ja oben schon gesagt. Also kann ich denk ich mal nicht so falsch liegen mit meiner "These" :akk:
Auch wenn man jemanden davon überzeugen will kein Fleisch mehr zu Essen ( der es massenweise und ohne bedenken konsumiert ) , wird der einem erst mal nen Vogel zeigen.
Damit will ich nur sagen, dass die Entwicklung ( so nenn ich das jetzt mal ) bis dahin, wo wir hier alle schon sind, oft einfach seine Zeit braucht und dazu gehören nun mal auch Umwelt Aspekte ( Bio ) mit denen man sich auseinandersetzen muss.

Mich würde auch mal interessieren, wie ihr Vegetarier ( oder Veganer ) geworden seid..... gab es einen konkreten Anlass oder ging das langsamer ?
( da fällt mir ein, dass ich jemanden vergessen habe, bei der es nicht so war, wie ich oben beschrieben habe, meine Freundin, die einen kinofilm gesehen hat und danach kein Fleisch mehr angerührt hat ( ich weiß aber nicht mehr, wie der Film hieß ) )
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Freitag, 9. Mai 2008, 20:21

hi,
natürlich ist das ein prozess und ich habe auch nicht die erwartung, dass die menschheit von heut auf morgen eine selbst konsequent nachhaltige lebensweise führt geschweige denn sich auch nur probleme eingesteht...
aber das ist für mich kein grund, das gutzuheißen.
ich frotzel selbst ständig an mir herum, weil ich in vielen dingen leider auch nicht der absolute öko bin... aber was allein durch tierische produkte und verzicht auf auto an klimaschädigung wegfällt, das ist bei sowenig mühe schon so enorm....

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