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Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Umweltschutz ist ein aktuelles, hoch interessantes Thema.
Hier gibts Platz für Diskussion.

Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Samstag, 10. Mai 2008, 21:26

Und wie bist du Vegetarier geworden ? Vielleicht hast du das ja schonmal irgendwo geschrieben, aber kannst du´s bitte nochmal erzähln ? Würde mich echt interessieren :blume:

Ich versteh nicht ganz, wieso du es nicht gutheißt, wenn Menschen den nötigen Schritt ( und ich denke wirklich, es geht meistens über Bio ) tun Richtung vegetarisch. Ich mein, es ist ja logisch, dass sich aus diesen nur ein kleiner Teil herauskristalisiert, der dann ganz auf Fleisch verzichtet, aber es sind immer noch viiiieeeeel mehr, die sich dazu entschließen, als Leute, die normal konvetionell kaufen.
Ich denke, es fällt dir um eineiges schwerer einen sich " normal " ernährenden Menschen vom Veggileben zu überzeugen, als einen, der biologische Sachen kauft ( den Porschefahrer mal ausgeschlossen ;) ).
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Sonntag, 11. Mai 2008, 00:28

hi,

ich habe damals überlegt, ob ich es gut finde, dass für mein essen tiere sterben. fing mit einem schlechten gewissen beim lyoner-essen an.
eltern hielten mich erstmal noch etwas ab, aber im endeffekt haben mich meine eigenen gedanken mehr überzeugt als die argumente anderer leute...

ich wurde nicht sofort veganer weil ich mich mit der thematik einfach nicht auseinandergesetzt habe. ich glaube, die leute brauchen überhaupt erstmal einen denkanstoß. wenn man sich z.b von morgens bis abends mit der bekämpfung der gentechnik einsetzt, denkt man einfach nicht unbedingt daran, dass man durch seinen lebensstil in einem total anderen sozialen bereich total hinten steht... hier bringen gute argumente m.M nach mehr als überzeugungsarbeit durch laute diskussion und so... im endeffekt hat jeder einen "schweinehund" den man erstmal überzeugen muss. und wenn jemand auf einen zurennt und einen augenrollend und gestikulierend über die gefahren der atomkraft aufklärt, dann ist die frage, ob ich nicht schon innerlich dicht mache bevor dieser mensch überhaupt seine womöglich schwerwiegenden argumente hervorbringen kann.

ich heiße es gut, wenn menschen ihre lebensweise reflektieren und konsequenzen ergreifen ohne sich ständig an der normalität zu orientieren. normalität ist ein resultat, keine ursache.
wenn leute aufgrund ihrer ökologischen einstellung ökofleisch kaufen statt fleisch aus dem supermarkt, dann finde ich das aus ökologischer sicht dann gut, wenn diese leute auch öko-obst und -gemüse kaufen. weil sonst wärs ja scheinheilig.
wenn aber jemand aus tierliebe bio-fleisch kaufen möchte, dann halte ich das für extrem inkonsequent weil es überhaupt kein problem ist, zu verstehen, dass die tötung von tieren mit tierliebe einfach nicht vereinbar ist.
möglicherweise würde ich diesen leuten das video "artgerechte ungerechtigkeit" empfehlen :)

solche inkonsequenz aber auch noch loben ("die tiere haben ja paar cm mehr auslauf") halte ich für zynisch. das würde die leute doch eher zum ausruhen verleiten und eine solche leistung ist es wirklich nicht, einfach bio-fleisch zu kaufen.

für mich hängen die ganzen öko-themen alle zusammen :)
gentechnik, atomkraft, tierrechte, veganismus... ich wünsche mir eine welt, in der alle lebensformen ein lebenswertes (nicht definierbar), nachhaltiges leben führen können.

realpolitisch bin ich sehr am grübeln ob es überhaupt gut ist, mit leuten viel zu streiten. die überzeugung muss von innen kommen und nur die argumente kann man bringen.

ich finde es gut, leute auf weitere dinge aufmerksam zu machen.
mir war lange nicht bewusst, wie unglaublich pervers in der lebensmittelindustrie gearbeitet wird. wie kriege in afrikanischen ländern tobten, wie kinder ausgebeutet werden usw... alles unglaublich wichtige themen auf die man erstmal konstruktiv (mit ein paar impulsen :)) hingewiesen werden muss.
ich brauche kein lob, wenn ich fair-trade-orangensaft kaufe. hilfreich wäre evtl. wenn mir ein hinweis gegeben würde, dass ich auch bio-fairtrade-orangensaft kaufen könnte :)

grüße (und schau auch in den feiertagen mal rein :)):

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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Montag, 19. Mai 2008, 19:32

hi, jetzt bin ich wieder da ( war über die Feiertage verreist ) :blume:
hast du das Video selbst aufgenommen ? es ist schlimm zu sehen wie Tiere sterben und wenn man kein Fleisch ist, weiß man wenigstens, dass man daran nicht Schuld ist. Natürlich möchte ich, dass noch viel mehr Menschen darauf verzichten und ich denke, man kann dass durch Überzeugungsarbeit schaffen ( indem man solche Videos zeigt z.B. ), aber das Problem ist leider, dass die Leute einfach verdrängen, dass Tiere grausam ermordet werden, bis als Resultat dann Fleisch auf dem Teller liegt ( das sieht ja nicht mehr nach Tier aus ). Mit anderen Sachen ist es ja genauso.
Es wird einfach total missachtet getreu dem Motto " was ich nicht weis, macht mich nicht heiß " .
Es gab ja auch mal einen Film im Kino, ich hab nur leider vergessen, wie er hieß, der von der Erzeugung unserer Lebensmittel handelt, aber da sind ja auch nur wieder die Leute rein, die sich schon vorher Gedanken darüber gemacht haben.
Man kann ja niemanden zwingen sich das anzuschauen, obwohl ichs manchmal echt gern täte ! :motz:
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon kilian am Montag, 19. Mai 2008, 21:07

meinst du den film "feed the world"?
der film "artgerechte ungerechtigkeit" war ein projekt von mehreren leuten.
gruß:
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Re: Deutsches Billigfleisch schadet dem Urwald...

Beitragvon zitronenfalter am Dienstag, 20. Mai 2008, 20:58

ja genau den mein ich ! Der könnte ruhig mal im Fersehen gezeigt werden ( aber da würden wahrscheinlich alle wegschalten )

ach ja, ich hab da noch was für dich :D

hilfreich wäre evtl. wenn mir ein hinweis gegeben würde, dass ich auch bio-fairtrade-orangensaft kaufen könnte :)



da gibts jetzt einen von Voelkl, der war bis jetzt nur Bio und ist jetzt auch fairtrade ! :zwinker:
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