Rygel hat geschrieben:Rygel hat geschrieben:noemi hat geschrieben:Wer sich so extrem darstellt, und immer nur über das eine Thema redet, ist gesellschaftlich gesehen ein mieses Vorbild. So will der gemeine Mensch nicht werden und grenzt sich nur zu gern ab, blockt ab, macht sich lustig, steckt den "Spinner" in ne Schublade und fertig.
Damit ist nichts erreicht...
Also lieber mal ab und zu eine Bockwurst mitessen, damit der gemeine Mensch merkt, daß man kein "Spinner" ist und absolut gesellschaftskompatibel ist?
Diese Frage ist übrigens überhaupt nicht provokativ gemeint, sondern für mich tatsächlich die logische Konsequenz der Spinner-Thematik. Wenn ich auf der Arbeit mit meinen Anti-Pelz-Shirts rumlaufe, wird das komplett akzeptiert, selbst die Motive "Meat is murder" und der bewaffnete Vegan-Hase wurden noch nie lächerlich gemacht, über mich geschmunzelt wird nur, wenn ich als einziger keine Puddingplätzchen nehme, beim Geburtstagsfrühstück meinen eigenen Aufschnitt mitbringe, keinen Kaffee mehr trinke, weil ich den ohne Milch nicht mag und Sojamilch mir dabei nicht schmeckt oder wenn ich als einziger nicht in die Weingummi-Tüte greife. Das sind die Situationen, in denen ich als Spinner und nicht gesellschaftskompatibel dargestellt werde, wenn ich daran also etwas ändern möchte, müßte ich hin und wieder da über den veganen Schatten springen und beweisen, daß ich ganz "normal" bin. Aber was genau wäre dann damit "erreicht", wenn ich so zeige, daß ich nicht "extrem" bin?
Das find ich jetzt allerdings interessant, weil ich es selber ganz anders erlebt habe.
Dass ich was anderes gegessen habe immer, war den anderen in der Schule relativ egal.
Wenn ich aber ein TR-T-Shirt getragen habe, wurd ich oft blöd angemeckert, einmal hat mir ne Mitschülerin sowas gesagt wie "In unserer Schule machen wir keine Propaganda"... als ob sie befugt wär, sowas zu sagen...
(Und das war kein besonders heftiges T-Shirt mit Blutspritzern oder so, sondern dieses:
(gabs mal so ähnlich bei ROC, ich habs geschenkt gekriegt um umgenäht)
Etwas Unveganes essen würde ich natürlich nicht und auch niemandem empfehlen!
Ansonsten schliesse ich mich Lion an.
Den Tieren helfen:


Zustimmung, so sehe ich das auch!!! Die Art und Weise wie ich auftrete, wie ich mich gebe und verhalte, ist ebenso wichtig wie die Argumente, die ich ins Feld führe. Es gilt abzuwägen, wann eine harte Provokation sinnvoll erscheint und wann nicht. Es ist eine Sache des Bauchgefühls, wie Kilian schon sagte.
Ich bin auf die Reaktion sehr gespannt...denn ich darf es vor meinen Schülern tragen. Mein Direx ist in der Beziehung echt super...ich möchte nicht wissen, wie andere Direktoren darauf reagieren würden, wenn die Lehrkräfte so ein Shirt tragen.
