in der sendung "galileo mystery" wurde gestern die frage behandelt, ob in jedem von uns das "Böse" stecke...
war zwar wieder alles sehr effektlastig, gruselig und populistisch aufgezogen, aber die kern-thematik fand ich doch sehr interessant.
da "fand man nämlich heraus", dass das "böse" provoziert wird durch situation, persönlichkeitsstörungen und krankheiten.
zum thema situation war der O-ton ganz klar, dass leute dann zum "Bösen" neigen, wenn sie Macht haben und Verantwortung abgeben können.
Und genau das ist mir so oft schon aufgefallen. das "Böse" muss nicht unbedingt aktiv "begangen" werden. Es reicht, wenn man einfach sozusagen der Auslöser ist.
- Kauf von Fleisch
- Nutzung von Atomkraft
- Nutzung der Gentechnik usw...
Alles Dinge, deren "böse Seiten" von der Mehrheit der Bevölkerung prinzipiell abgelehnt werden (Tierausbeutung, Gefährdung der Umwelt, Gefährdung der Biodiversität).
Gibt so oft im Leben diese Entscheidungen... Man weiß, dass es scheiße ist, was man tut, aber man tut sie trotzdem, weil man die verantwortung abgeben kann ("tun ja alle...").
im experiment wurden versuchspersonen dazu aufgefordert, eine andere person nach wort-paaren abzufragen. antwortete die person falsch, mussten die testpersonen mit immer höherer stromstärke foltern.
das ganze wurde von einem psychologen begleitet der aufforderte, weiter zu machen, auch wenn die befragte person vor schmerzen schrie (war ein schauspieler und wurde natürlich nicht echt gefoltert).
durch die bitte, weiterzumachen, konnten sie prima die verantwortung abgeben ("wurde ja wissenschaftlich betreut und der sagt ja dass ich weitermachen soll").
eine person schockte ungerührt weiter bis der schauspieler nicht mehr reagierte und das experiment abgebrochen wurde. die andere testperson (natürlich weiblich - sonst ja nicht so populistisch
Gruß:
kilian


