Zugegeben, das ist auch so ein heikles Thema und hierbei gehen die Meinungen wirklich sehr weit auseinander.
Was die geplante Vergütung für das Kinderkriegen anbelangt, nun das finde ich ehrlich gesagt abartig. Das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung, aber das klingt für mich nach Züchtung. Fakt ist, die Deutschen haben zu wenig Kinder, die anderen dafür umso mehr. Fakt ist auch, der Nachwuchs hat die Aufgabe die Alterspyramide wieder herzustellen, sonst wird es in einigen Jahren richtig bunt und die Senioren bevölkern, da ihre Zahl immer mehr steigt, vor lauter Langeweile die städtischen Kindergärten. Zu wenig im Haushaltsplan, also alle Mann in die Betten und los geht's. Es geht hier weniger um den Verlust der ethischen-moralischen Werte der Familienbande oder dem sich immer mehr ausbreitenden Egoismus einer oberflächlichen Fun-Gesellschaft, sondern schlichtweg um das Erhalten des staatlichen Haushalts, um Geld, den schnöden Mammon, Zaster und Kohle, damit die Diäten derer auch weiterhin nicht gefährdet sind, die sich schon in der Vergangenheit so reichlich am Gabentisch der Fortpflanzung bereichert haben.
Es ist wie Battle Cat sagt, es ist die Unterschicht, die durch dieses Angebot als Zielgruppe fungiert, denn die Oberschicht kann sich aufgrund des finnaziellen Rückhalts die Adoption oder besser gesagt die Umgehung der Adoption leisten. Wenn man sich die Menschen ansieht, dann weiß man, dass es weniger um die KInder geht, denen man ein glückliches Zuhause gibt, sondern darum, dafür entlohnt zu werden. Und dies ist m.E. falsch. Der Eindruck, der entstanden ist, hier würde man keine KInder lieben und das Aussterben der Menschheit propagieren, ist nicht gewollt.
Doch ab und an lasse auch ich mich dazu hinreißen, den Wunsch nach einem planetaren Neuanfang ohne Menschen zu hegen. Der Planet platzt aus allen Nähten und es ist nunmal eine Tatsache, dass die Ressourcen dies nicht mehr lange aushalten können. Konsequent zerstören wir diesen Planeten und damit uns selbst. Doch wie in allen Erdzeitaltern, wird Mutter Natur auch hierfür eine adäquate Lösung finden und das Problem Mensch früher oder später selbst in den Griff bekommen.
Ich hoffe immer wieder auf eine Veränderung und dafür kämpfe ich auch.
Eine Familie? Ja! Ich selbst liebe Kinder über alles und würde viel darum geben, welche zu bekommen. Bisher gingen alle Versuche schief und da ich auch nicht verheiratet bin und mein Ex jetzt an anderern Blumen riecht, kann ich auch keines adoptieren, sollte ich keine bekommen können.
Ich bin dafür, dass man den Kindern eine Chance gibt, die bisher noch keine hatten. Die Adoption eines Kindes zu vereinfachen, wäre der richtige Schritt, anstatt ein Kind in einen Geldwert umzumünzen. Was ist das hier in Deutschland? Die neue DB-Aktion? Mach deiner Alten zwei und der Staat zahlt drei?
Ich will keine staatliche Gebärmutter sein. Als ich vor einigen Jahren in Brasilien war, habe ich Kinder in den Slums und Waisenhäusern gesehen. KInder, die keine Chance haben. Sie werden an Freudenhäuser verkauft, an zahlungskräftige Männer und Frauen, die, nachdem sie sie 'genossen' haben, die Überreste im Straßengraben verschwinden lassen. Ich habe KInder gesehen, die man wie Müll behandelt und sogar auf sie schießt. Eine Adoption dieser Kinder ist fast unmöglich, vorausgesetzt man hat nicht das nötige Kleingeld.
Warum nicht für diese Kinder etwas tun?
Alle Frauen, die gerne Kinder hätten und keine bekommen können, würde man damit helfen können und ihnen eine Zukunft geben und gleichzeitig könnte man der Überbevölkerung wenigstens ein wenig Einhalt gebieten können.
Und was das Wissen und die Bildung anbelangt, tja, irgendwie hat der Mensch die Eigenart das ganze Wissen in Händen zu halten und dennoch nichts damit anfangen zu können. Ich kann nur hoffen, dass sich dies in Zukunft ändern wird.
Fazit: Geld für Adoptionen sind sinnvoller als eine staatliche Gebärmutter zu sein.




