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Geld für mehr Kinder

Alle Beiträge rund ums Weltgeschehen gehören in diesen Bereich.

Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon misi am Samstag, 12. Januar 2008, 16:08

Ja, das ist manchmal leider der Fall. Aber nicht immer.


Ich kann mir in unserer Gesellschaft kaum vorstellen das Kinder niemanden Schaden und sei es "nur" der Umwelt
Wer bei dieser massiven Überpopulation der Menschen noch kinder bekommt ist Egoistisch und schadet der Umwelt und meistens noch anderen Tieren
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon rosalie pig am Sonntag, 13. Januar 2008, 00:37

magica hat geschrieben:
Bei gewollt kinderlosen Paaren höre ich häufig die Argumente, wie schlecht die Welt für Kinder ist und dass es genug Waisen etc. gibt und sie deshalb keine Kinder wollen.
Aber keines dieser Paare geht hin und tut was für diese Waisenkinder.
Man muss ja nicht gleich alle Kinder adoptieren, aber man kann ja trotzdem helfen.
Tun sie aber nicht.
Sie gehen lieber auf Reisen, machen lieber Karriere, genießen lieber ihr "freies" Leben. Das "tun und lasssen, was man will" ohne durch Kinder eingeschränkt zu sein.
Oder kaufen sich nette kleine süße Hündchen und spielen Mami für die. Weil etwas Kleines zum Knuddeln will man ja doch.

Statt zu sagen "ich habe kein Bock auf Kinder, weil ich dann bestimmte Einschränkungen hätte und die nicht will" sagt kaum einer.



warum um alles in der welt sollen sich denn die gewollt kinderlosen um waisenkinder kümmern ?
und nicht diejenigen, die einen kinderwunsch verwirklichen wollen ? warum muß es denn das eigene sein ?

was spricht dagegen, wenn kinderlose sich z.b. einen hund aus dem tierheim holen und für ihn mami spielen ?
nach weihnachten und vor der urlaubszeit landen gerade diese " familienmitglieder ", den lieben kleinen geschenkt, dann doch die familyidylle störend im heim.
ich habe lange im praktischen tierschutz gearbeitet und tiere vermittelt.
wenn ein tier zurückkam, kam es aus einer familie zurück, weil entweder die kids keinen bock mehr hatten, mutter überfordert, oder der hund gebissen hat, weil die kinder ( bestenfalls) an seinen ohren gezogen haben.
nicht alle kinderlose ,( ich kenne viele ) scheuen keine einschränkung, sondern nehmen tiere auf und sind in der lage für alle kosten aufzukommen. sie verzichten sogar auf urlaube, weil sie niemanden für die versorgung der tiere haben.

das zu deinen pauschalen äußerungen von freiem leben, egoismus oder karrieredenken.
-------------------------------------------------------
Die Welt ist voller Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.

(Pipi Langstrumpf )


http://www.dokumentiere.de
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Dienstag, 5. Februar 2008, 07:59

*Thread-wieder-hervorkram* :lach:
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Dienstag, 5. Februar 2008, 08:00

Sawyer hat geschrieben:Ich wäre ja für ein weltweites Fortpflanzungsverbot für alle Menschen per sofort, dann wäre der Homo sapiens in rund 100 Jahren ausgestorben und die Erde und die Tiere hätten endlich ihre Ruhe! :pinky:

Ich wäre auch dafür! :mrgreen:
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon kilian am Dienstag, 5. Februar 2008, 08:57

ich glaub, das thema ist ziemlich heikel weil kinder wahnsinnig süß und so sind/sein können. kinder sind unschuldig, fröhlich, natürlich... es klingt gleich so kinderhassend (oder emotionslos) wenn man sich gegen kinder-kriegen ausspricht.
und dennoch halte ich es für ziemlich überzeugend für alle, die einfach mal versuchen, sich die begründung wirklich vor augen zu führen.

es ist nicht menschenhass, wenn man die vergrößerung der menschheit stoppen möchte. vielmehr wäre es menschenverachtend, weitere kinder in die welt zu setzen, denn wir menschen leben bereits in einem stil, den die erde in keinem fall lange zeit aushalten kann. die menschen machen sich den eigenen lebensraum kaputt wie schimmelpilz und glauben, kinder-kriegen sei wenigstens eine schöne sache im leben (und außerdem noch privatsache).

dabei wäre es viel menschenliebender, wenn man sich dafür einsetzt, dass nicht überall kinder grausam verhungern, dass megakonzerne die natur unwiderruflich zerstören usw... und damit rettet man im endeffekt viele kinder, die alle genausoviel lust auf ein schönes leben hätten wie ein eigenes kind.

gruß:

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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Dienstag, 5. Februar 2008, 09:39

und dennoch halte ich es für ziemlich überzeugend für alle, die einfach mal versuchen, sich die begründung wirklich vor augen zu führen.

Eben. Aber die Begründung interessiert niemanden, weil sie gleich drauf losdonnern, wenn man sich gegen Kinder-kriegen ausspricht. Da biste dann gleich so eine Art Monster. Aber was dahinter steckt, das WILL kaum einer verstehen.

es ist nicht menschenhass, wenn man die vergrößerung der menschheit stoppen möchte. vielmehr wäre es menschenverachtend, weitere kinder in die welt zu setzen, denn wir menschen leben bereits in einem stil, den die erde in keinem fall lange zeit aushalten kann.

Exakt meine Meinung. :prima:
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Dienstag, 5. Februar 2008, 09:51

Und ich finde es, ehrlich gesagt, eine Frechheit hier in DE "Zuschuss" auf Kinder-kriegen zu geben.

Die Reichen, die, die sich Kinder "leisten" könnten, sind darauf nicht angewiesen. Und gerade die sind es die keine Kinder wollen.

Wen das anlockt, sind die armen Menschen. Ah; Kind = Geld.

Finde ich unmöglich!

Vielmehr sollte sich der Staat dafür einsetzen, Adoptionsverfahren zu erleichtern u. auf Adoptionen zu verweisen, als Fortpflanzung zu fördern. Aber nein, die Erde muß weiter vollgestopft werden. :bonk:
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Dienstag, 5. Februar 2008, 11:48

Ich finde das hier wirklich stark! :prima:

Für die Englisch-Muffel. "Pests" hat nix mit Pest zu tun. Heißt übersetzt sowas wie Plage- od. Quälgeister. Oder auch Schädlinge. :zwinker:

Bild
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Yana am Mittwoch, 6. Februar 2008, 21:21

Ich habe mich nun durch den thread gequält und mir scheint es, als wäre der Tenor nicht:"Tiere sind den Menschen gleichgestellt" sondern "Tiere sind mehr wert als Menschen". Ihr sagt, der Mensch sei schlecht, die Erde, die Natur und die Tiere wären ohne den Menschen wesentlich besser dran.

Ich glaube nicht, dass wir die Welt retten können, in dem wir dafür sorgen, dass die Menschheit ausstirbt, denn der Mensch gehört genau so zur Natur und zur Erdgeschichte, wie alles andere auch.

Wir haben größere Chancen in der Änderung in unserer Einstellung. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Mensch von grund auf gut ist. Aber Urvertrauensverlust, gedankenlose Erzhiehung, Gruppenzwang, Einfältigkeit, Obrigkeitshörigkeit und noch viele Dinge mehr, die unserer kranken Gesellschaft entspringen, haben ihn zu dem gemacht, der er heute ist.
Würden alle Menschen so denken wie wir hier, also ethisch weitestgehend korrekt sage ich mal, dann würde so viel Frieden auf der Welt herrschen, und die Welt würde nicht drohen, unterzugehen.
Dann ist es doch naheliegend, als Ziel zu haben, die Menschheit dazu zu bringen, so zu denken wie wir. Ich finde, dieses Ziel ist nicht realer oder utopischer als das Ziel, die Menschheit auszurotten, sogar wesentlich natürlicher.

Das Instrument dazu ist Bildung, Wissen. Ich lebe so wie ich lebe, einerseits, um meinen Teil beizutragen, andererseits lebe ich so anderen Menschen in meiner Umgebung vor und schaffe es vielleicht, den ein oder anderen oder noch mehr dazu zu bringen, nachzudenken, nachzufragen, mit mir zu diskutieren und sich mir anzuschließen. Das Ziel haben wir ja wohl alle.

Aber ich bin obrigkeitshörig erzogen worden, mir fällt es ungemein schwer, mich aus meinen alten Mustern zu lösen, neue Wege zu finden, die sich gegen den Strom der Gesellschaft stellen und diese auch zu gehen. Es kostet mich Unmengen an Energie, die Kraft dafür aufzubringen, den Weg zu ebnen.

Ich habe ein Kind in die Welt gesetzt und hoffe, dass es sich nicht unterkriegen lässt, dass es nicht erst jahrelang Energie aufbringen muss, um ersteinmal zu kapieren, was los ist, sondern ich gebe mein Wissen und Leben weiter. Ich weiß nicht, welch ein Mensch mein Kind einmal sein wird, aber ich weiß, dass ich alles darum gebe, dass es urvertrauensvoll, innerlich stark und sicher sein wird. Und glaubt mir, dieser Weg hat mit Egoismus nicht mehr das geringste zu tun. Aber auch gar nichts. Ich lehre sie, dass ihr "Nein" etwas zählt, dass sie respektiert wird, dass sie ihre Grenzen stecken darf und diese verteidigen darf. Sie muss nicht "hören", wie ich das früher gelernt habe. Sie lernt, dass sie genau so viel wert ist wie wir alle. Wir respektieren sie und ihre Grenzen, sie muss unsere respektieren. Und ich sehe, dass das schon Früchte trägt. Sie ist wahnsinnig selbstbewußt.
Sie lernt, die Dinge zu hinterfragen, nicht mehr einfach zu tun, was "man eben so macht", und das wird sie in ihrem Leben begleiten. Sie wird zB. nicht einfach Fleisch essen, weil alle es machen. Sie wird auf die Barrikaden gehen und ihre Umwelt darauf aufmerksam machen, was für ein Scheiß da grade abläuft. Und zwar nicht, weil sie sich das angelesen hat, sich einprägen musste und lernen musste, so wie wir, sondern weil sie es von anfang an nicht anders kennt, weil sie es fühlt!
Und somit hat sie noch viel mehr Chancen als wir, dieses Wissen zu verbreiten! Und je mehr Menschen so denken wie wir, je mehr Kinder in die Welt gesetzt werden, die aufwachsen dürfen, wie sie sind und nicht in eine Gesellschaft hineingepresst werden, wie es leider noch allzuviel passiert (aber auch dahingehend lebe ich es anderen vor, und das ist verdammt schwer, weil ich auf viel Widerstand stoße...), desto stärker wird dieser Geist und desto mehr Chancen hat unsere Welt, sich irgendwann wieder zu erholen.

Es denken viel viel mehr Menschen so, als man glaubt, es wandelt sich wirklich. Langsam aber sicher. Man muss nur offen dafür sein, das zu sehen.


Was das Adoptieren von Kindern betrifft: Mein Mann und ich denken nun beim zweiten darüber nach.
Trotzdem will ich die Erfahrung der Schwangerschaft, vor allem der Geburt und auch die der Stillzeit niemals missen, denn sie hat mich menschlich so dermaßen viel weiter gebracht!!! Ich wäre heute niemals auf dem Weg zum Veganer, würde vielleicht noch immer in meiner Depression, in meinen Essstörungen rumkrebsen, wenn ich da nicht durchgegangen wäre.
Das kann man vielleicht als Kinderloser nicht verstehen, ich weiß es nicht. Ich hätte es damals jedenfalls nicht verstanden.

Liebe Grüße von Yana
Yana
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Re: Geld für mehr Kinder

Beitragvon Battle Cat am Donnerstag, 7. Februar 2008, 07:45

Ihr sagt, der Mensch sei schlecht, die Erde, die Natur und die Tiere wären ohne den Menschen wesentlich besser dran.

Ist leider auch so.

Wir haben größere Chancen in der Änderung in unserer Einstellung.

Das ist richtig. Nur leider sind nur die wenigsten bereit etwas zu ändern.

Das Instrument dazu ist Bildung, Wissen. Ich lebe so wie ich lebe, einerseits, um meinen Teil beizutragen, andererseits lebe ich so anderen Menschen in meiner Umgebung vor und schaffe es vielleicht, den ein oder anderen oder noch mehr dazu zu bringen, nachzudenken, nachzufragen, mit mir zu diskutieren und sich mir anzuschließen. Das Ziel haben wir ja wohl alle.

Haben wir. Aber wieviele schließen sich Dir an, nachdem Du Dein Wissen verbreitet hast?

Ich glaube nicht, dass wir die Welt retten können, in dem wir dafür sorgen, dass die Menschheit ausstirbt, denn der Mensch gehört genau so zur Natur und zur Erdgeschichte, wie alles andere auch.

Es ging auch weniger ums aussterben. Das ist genauso Utopie wie eine rein vegane Gesellschaft.

ABER; die Erde ist überbevölkert. Die Erde hat nicht unendlich Ressourcen. Der Mensch verbraucht einfach zuviel. Die Erde kann das nicht ewig aushalten. Und solange auf dieser Welt Waisenhäuser voll sind, Kinder in ärmeren Ländern elendig verhungern... solange, sollte man sich (bei Kinderwunsch) eher mit Adoption befassen, als die Erde weiter vollzustopfen.

Ich weiß, manche mögen den Vergleich nicht. Aber es ist wie mit Tierheimen. Man geht doch ins Tierheim, wenn man einem Tier ein zuhause geben kann/will. Das ist das beste was man tun kann.

Genauso sehe ich das mit Kindern. Was meinst Du, wie glücklich ein Waisenkind wäre, wenn es eine liebevolles zuhause bekommen würde?! Damit hilft man einem Lebewesen, das bereits existiert. Das auf Hilfe angewiesen ist.

Ein Kind, das noch nicht gezeugt ist, ist nicht auf irgendetwas angewiesen. Die, die aber schon vorhanden sind, sehr wohl.
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