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Antifa und andere Demos?

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Antifa und andere Demos?

Beitragvon Rygel am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:20

Wie haltet ihr es eigentlich mit dem Demonstrieren gegen andere Zustände außer Tierrecht? Macht ihr sowas mit oder möchtet ihr mit unveganen Leuten nicht unbedingt für eine gemeinsame Sache auf die Straße gehen? Das klingt jetzt total provokativ, ich weiß, aber ich habe am Wochenende beim Flyer austeilen zufällig einen alten Ex-Kumpel getroffen, mit dem ich damals öfters mal auf Antifa-Demonstrationen war. Seitdem bin ich am grübeln, ob ich auf solchen Demonstrationen auch heute noch mitgehen würde und ich tendiere sehr stark zum "Nein". Ich meine, warum sollte ich mit Menschen gegen Rassismus auf die Straße gehen, die diesen Rassismus als absolut in Ordnung empfinden und ihn sogar leben, wenn es um nichtmenschliche Wesen geht? Ist das nicht eine ungeheure Heuchelei? Bei youtube habe ich da auch eine Diskussion laufen, in der mein linker Gesprächspartner jetzt tatsächlich meinte, daß er weiß, was den Tieren schreckliches angetan wird, das auch als schlecht empfindet, jetzt aber erstmal gegen den Rassismus einschreitet und erst nach dessen Bekämpfung sich um Fairness für Tieren kümmert. Was ist das für eine Aussage? Will ich mit solchen Leuten tatsächlich in einer Reihe marschieren? Wie seht ihr das, ist euch das egal, mit wem ihr auf die Straße geht, solange das Ziel stimmt oder siebt ihr da auch sehr stark aus und geht dementsprechend nicht mit Tierquälern konform, sei der Zweck auch noch so nachvollziehbar und richtig?
Für Bärbel Schäfer bin ich von mir aus ein Faschist,
für den Hool von nebenan bin ich so gern ein Kommunist,
für die anderen um mich herum bin ich nur ein Moralist,
weil jeder von euch weiß, wie´s ist - und fickt euch.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Lucy am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:32

Rygel hat geschrieben:Wie haltet ihr es eigentlich mit dem Demonstrieren gegen andere Zustände außer Tierrecht? Macht ihr sowas mit oder möchtet ihr mit unveganen Leuten nicht unbedingt für eine gemeinsame Sache auf die Straße gehen? Das klingt jetzt total provokativ, ich weiß, aber ich habe am Wochenende beim Flyer austeilen zufällig einen alten Ex-Kumpel getroffen, mit dem ich damals öfters mal auf Antifa-Demonstrationen war. Seitdem bin ich am grübeln, ob ich auf solchen Demonstrationen auch heute noch mitgehen würde und ich tendiere sehr stark zum "Nein". Ich meine, warum sollte ich mit Menschen gegen Rassismus auf die Straße gehen, die diesen Rassismus als absolut in Ordnung empfinden und ihn sogar leben, wenn es um nichtmenschliche Wesen geht? Ist das nicht eine ungeheure Heuchelei? Bei youtube habe ich da auch eine Diskussion laufen, in der mein linker Gesprächspartner jetzt tatsächlich meinte, daß er weiß, was den Tieren schreckliches angetan wird, das auch als schlecht empfindet, jetzt aber erstmal gegen den Rassismus einschreitet und erst nach dessen Bekämpfung sich um Fairness für Tieren kümmert. Was ist das für eine Aussage? Will ich mit solchen Leuten tatsächlich in einer Reihe marschieren? Wie seht ihr das, ist euch das egal, mit wem ihr auf die Straße geht, solange das Ziel stimmt oder siebt ihr da auch sehr stark aus und geht dementsprechend nicht mit Tierquälern konform, sei der Zweck auch noch so nachvollziehbar und richtig?


Das Einzige, was ich noch mitmache, sind tarifpolitische Auseinandersetzungen, wenn es um Tarifverträge geht.
Anonsten kann ich Deine Sichtweise auch für mich so unterschreiben, außer, dass ich noch hinzufügen möchte, dass ich mich seit meinem Erlebnis mit der WASG (jetzt "Die Linke") auch von linken Gruppierungen fernhalte (und das nicht nur wegen dem Leichenkonsum). Die sind nicht besser als die Rechten, für mich sind sie nur noch das Spiegelbild von den Rechten, aber genauso verlogen. Wenn die Rechten die rechte Hand heben, heben die Linken dafür ihre linke Hand (symbolisch gesehen).
Erde u. Mars treffen sich im Weltall.Mars zur Erde:Wie geht's Dir? E:Ach,schlecht,ich bin krank.M:Warum,was hast Du denn?E:Homo Sapiens.M:Ach,das ist nicht schlimm.Geht schnell vorbei,hatte ich auch mal.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Rygel am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:40

Lucy hat geschrieben:außer, dass ich noch hinzufügen möchte, dass ich mich seit meinem Erlebnis mit der WASG (jetzt "Die Linke") auch von linken Gruppierungen fernhalte (und das nicht nur wegen dem Leichenkonsum). Die sind nicht besser als die Rechten, für mich sind sie nur noch das Spiegelbild von den Rechten, aber genauso verlogen. Wenn die Rechten die Rechte Hand heben, heben die Linken dafür ihre linke Hand (symbolisch gesehen).


Sehe ich inzwischen genauso, deshalb meinte ich das sowieso von vorneherein. Es ging ja im Beispiel um Antifa-Demos, die finden recht häufig in Dortmund statt, das ist nur einen Katzensprung von Lüdenscheid entfernt. Aber erst mit den Leuten gegen KZ-Befürworter und Diskriminierungen wettern und die gleichen Typen danach zu McDonalds wetzen sehen, weil da die KZ-Opfer "nur" Tiere sind? Nein danke, verdammtes Heuchel-Pack... :fire: Die meisten Linken sind links, weil sie deswegen am wenigsten an ihrer Lebensart ändern müssen. Sollten da doch mal Veränderungen einen konsequenten Weg verhindern, bedienen sich diese Typen ruckzuck der Ideale, die sie sonst so vehement in Grund und Boden schimpfen. Mehr als arm... :pille:
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Lucy am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 19:47

--
Zuletzt geändert von Lucy am Montag, 10. März 2008, 02:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon rosalie pig am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 20:29

Rygel hat geschrieben:
Sehe ich inzwischen genauso, deshalb meinte ich das sowieso von vorneherein. Es ging ja im Beispiel um Antifa-Demos, die finden recht häufig in Dortmund statt, das ist nur einen Katzensprung von Lüdenscheid entfernt. Aber erst mit den Leuten gegen KZ-Befürworter und Diskriminierungen wettern und die gleichen Typen danach zu McDonalds wetzen sehen, weil da die KZ-Opfer "nur" Tiere sind? Nein danke, verdammtes Heuchel-Pack... :fire: Die meisten Linken sind links, weil sie deswegen am wenigsten an ihrer Lebensart ändern müssen. Sollten da doch mal Veränderungen einen konsequenten Weg verhindern, bedienen sich diese Typen ruckzuck der Ideale, die sie sonst so vehement in Grund und Boden schimpfen. Mehr als arm... :pille:


vielleicht ist es nur eine momentane entscheidung.
nach dem heutigen tag könnte ich nicht einmal mehr neben einem körperfresser stehen, dem es erst einmal um sein eigenes wohl geht.
und wenn dieser mir dann auch noch mit linken parolen die welt erklären möchte, würde ich :kotz: tierfaschist.

das ziel kann nur sein, die tiere in sachen ungerechtigkeit, unterdrückung und gewalt mit einzubeziehen.
alles andere ist heuchelei.
-------------------------------------------------------
Die Welt ist voller Sachen, und es ist wirklich nötig, dass jemand sie findet.

(Pipi Langstrumpf )


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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Lucy am Mittwoch, 17. Oktober 2007, 20:38

rosalie pig hat geschrieben:das ziel kann nur sein, die tiere in sachen ungerechtigkeit, unterdrückung und gewalt mit einzubeziehen.
alles andere ist heuchelei.



Das ist überhaupt das Wichtigste, wenn man sich irgendwie für Gerechtigkeit und sozialen Frieden einsetzen will und auch etwas erreichen will.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon magica am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 09:44

Hmm, also ich könnte das nicht so pauschal beantworten.

Es gibt sicher Dinge, wo ich (Türkin) die gleiche Einstellung habe wie ein Nazi.

Wenn es eine Veranstaltung ist, die von Nazis organisiert wurde, würde ich nicht mitlaufen.
Wenn es eine Veranstaltung ist, die von wasweißichwem organisiert wird, wo ich aber weiß, dass einige Nazis mitlaufen, da würde ich dann schon mitgehen.

Weil es mir um die Sache selbst ginge. Im ersteren Fall hätte ich persönlich einfach nur Schiss, dass mir was passieren könnte.

Ich hab das in der Uni immer so gehasst, wenn die Türken was organisieren wollten und dann gabs immer Zoff, weil es da einmal die linken Türken, die rechten Türken und die ganz religiösen Türken gab.
Anstatt eine große Masse gegen das blöde Gesetz zu bilden, gab es dann diese kleineren Gruppen, die sich dann auch noch gegenseitig beleidigt und beschimpft haben.

Außerdem kann man ja auch sehen, dass man vielleicht an verschiedenen Fronten ist, aber für eine gemeinsame Sache kämpft. Da kann es doch auch zu Diskussionen und Annäherungen und Konfrontationen kommen. Nur so verändern sich doch Meinungen?

Vielleicht kann man nicht ALLE von McDoof abhalten, aber eventuell erreicht man dann bei dem was, der die ganze Zeit neben einem herlief?
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon kilian am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 13:51

ich arbeite in bereichen durchaus mit aktivistInnen aus dem speziellen bereich zusammen.

wenn ich gegen speziesismus demonstriere fahre ich evtl auto zu dieser demo. die anti-auto-fahrer könnten mich also als ignoranten hassen und nie wieder für antispeziesismus demonstrieren weil ich schließlich auto fahre.
und sie haben recht: es ist doof, auto zu fahren. und ich weiß das.

wenn es uns aber darum geht, benachteiligung von anderne spezien zu verhindern, brauchen wir autos. möglicherweise ist uns das wichtigste, dass speziesismus beendet wird und die umweltschädigung durch autos ist uns daher weniger wichtig.

autofahren tötet tiere, aber tierhaltungen schädigen auch die umwelt. im endeffekt ist alles scheiße aber immer noch besser als nichts-tun, was total scheiße wäre :).

wenn ich gegen autos demonstriere, dann tu ich das auch mit speziesistInnen. ich unterstütze ihre haltung gegenüber tieren damit nicht, auch wenn ich sie schlimm finde. wenn ich gegen speziesismus arbeite, arbeite ich nicht mit speziesisten zusammen, wohl aber mit "bösen" autofahrern.

gruß:

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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon misi am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 15:24

Gegen Autos, Schäubles, Studiengebühren und wasweißich demonstiere ich gerne mit jedem, denn jede Stimme hilft.
Aber gegen den Holocaust an Menschen von vor 60 Jahren demonstriere ich bestimmt nicht mit Leuten die den Holocaust von heute finanzieren und unterstützen.
Genausowenig wie ich mit Nazis gegen Faschismus demonstrieren werde.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon kilian am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 15:32

ich würde auch mit menschen, die nichtmenschliche tiere essen, die tötung anderer menschen verhindern.
ethisch mag es gleich verwerflich sein, vom bewusstsein her ist die tötung von menschen und nichtmenschlichen tieren allerdings sehr unterschiedlich.
ich würde nie sagen "hei, toll dass du tiere frisst aber dich für menschen einsetzt" aber indem ich gegen menschen-tötung protestiere unterstütze ich nicht tötung von nichtmenschlichen tieren.

gruß:

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