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Antifa und andere Demos?

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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon misi am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 16:00

aber indem ich gegen menschen-tötung protestiere unterstütze ich nicht tötung von nichtmenschlichen tieren.


Ja das ist richtig aber wenn man gegen das töten von Menschen protestiert und nicht im gleichem Moment gegen das Töten von "Tieren", dann stärkt man ihre Position, dass, das töten von Menschen schlimmer ist.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon kilian am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 16:28

misi hat geschrieben:
aber indem ich gegen menschen-tötung protestiere unterstütze ich nicht tötung von nichtmenschlichen tieren.


Ja das ist richtig aber wenn man gegen das töten von Menschen protestiert und nicht im gleichem Moment gegen das Töten von "Tieren", dann stärkt man ihre Position, dass, das töten von Menschen schlimmer ist.


zunächst einmal sind menschen auch tiere, die im prinzip die selben rechte haben. einem individuum die hilfe zu verweigern bloß weil es einer bestimmten spezies angehört (z.b Mensch) ist speziesistisch.
wenn ich menschen retten kann, rette ich menschen und wenn ich nm tiere retten kann, rette ich nm tiere. menschen die hilfe zu versagen weil das dann wieder bevorteilend wäre (weil menschen schon genug luxus auf der erde haben) ist speziesistisch und das lehne ich ab :).

gruß:

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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Rygel am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 17:10

kilian hat geschrieben:zunächst einmal sind menschen auch tiere, die im prinzip die selben rechte haben. einem individuum die hilfe zu verweigern bloß weil es einer bestimmten spezies angehört (z.b Mensch) ist speziesistisch.


Das ist richtig, aber im Fall der Antifa-Demos kommt es mir jetzt auch mehr auf den Lächerlichkeitsstatus an. Mit unveganen Linken gegen Diskriminierungen zu demonstrieren, ist einfach Unsinn, weil diese Leute selber wie die Hölle diskriminieren. Nach vorne hin schreien sie was von "Alle Menschen sind gleich", nach hinten hin leben sie aber vor, daß der Mensch die Herrenspezies ist und somit niemals anderen Säugetieren gleichgestellt wäre. Diese Leute leben die Ideale, gegen die sie auf die Straße gehen, an anderer Stelle genauso aus, wie sie es bei ihren Gegnern bemäkeln. Da regen sie sich auf wie nichts Gutes, wenn jemand aufgrund seiner Nationalität getötet wird, wenn sie mit der Aufregung dann fertig sind, konsumieren sie jemanden, der nur aufgrund seiner Spezies getötet wurde. Das ist doch schizophren und in keinster Weise ernst zu nehmen. Wie ich schon geschrieben habe: Unvegane Linke kämpfen nicht gegen Rassismus, weil sie die Mechanismen dahinter ablehnen, sie kämpfen dagegen, weil sie für diese Lebenseinstellung bei sich nichts ändern müssen und das deshalb sehr bequem und schick für sie ist. Im Falle der Tierausbeutung bedienen sie sich aber exakt den gleichen Schematas, die sie angeblich ach so sehr ablehnen. Sorry, so definiere ich Witzfiguren.

Und der Autovergleich zieht auch nicht so ganz, weil wir hier im Falle der Autonutzung von einer Notwendigkeit sprechen, im Falle der Tierausbeutung aber von einer unnötigen Luxushandlung. Kein Mensch muß Tierprodukte verwenden, da gibt es zig Alternativen, wenn man aber z. B. 100 Hennen aus einer Legebatterie befreit, wird das schon recht schwierig ohne Auto. Ich versuche das Auto zu vermeiden, wo es geht, das geht aber leider nicht immer. Im Fall der Tierausbeutung ist diese Einschränkung aber überhaupt nicht gegeben.
Für Bärbel Schäfer bin ich von mir aus ein Faschist,
für den Hool von nebenan bin ich so gern ein Kommunist,
für die anderen um mich herum bin ich nur ein Moralist,
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Lucy am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 19:34

Rygel hat geschrieben:
kilian hat geschrieben:zunächst einmal sind menschen auch tiere, die im prinzip die selben rechte haben. einem individuum die hilfe zu verweigern bloß weil es einer bestimmten spezies angehört (z.b Mensch) ist speziesistisch.


Das ist richtig, aber im Fall der Antifa-Demos kommt es mir jetzt auch mehr auf den Lächerlichkeitsstatus an. Mit unveganen Linken gegen Diskriminierungen zu demonstrieren, ist einfach Unsinn, weil diese Leute selber wie die Hölle diskriminieren. Nach vorne hin schreien sie was von "Alle Menschen sind gleich", nach hinten hin leben sie aber vor, daß der Mensch die Herrenspezies ist und somit niemals anderen Säugetieren gleichgestellt wäre. Diese Leute leben die Ideale, gegen die sie auf die Straße gehen, an anderer Stelle genauso aus, wie sie es bei ihren Gegnern bemäkeln. Da regen sie sich auf wie nichts Gutes, wenn jemand aufgrund seiner Nationalität getötet wird, wenn sie mit der Aufregung dann fertig sind, konsumieren sie jemanden, der nur aufgrund seiner Spezies getötet wurde. Das ist doch schizophren und in keinster Weise ernst zu nehmen. Wie ich schon geschrieben habe: Unvegane Linke kämpfen nicht gegen Rassismus, weil sie die Mechanismen dahinter ablehnen, sie kämpfen dagegen, weil sie für diese Lebenseinstellung bei sich nichts ändern müssen und das deshalb sehr bequem und schick für sie ist. Im Falle der Tierausbeutung bedienen sie sich aber exakt den gleichen Schematas, die sie angeblich ach so sehr ablehnen. Sorry, so definiere ich Witzfiguren.

Und der Autovergleich zieht auch nicht so ganz, weil wir hier im Falle der Autonutzung von einer Notwendigkeit sprechen, im Falle der Tierausbeutung aber von einer unnötigen Luxushandlung. Kein Mensch muß Tierprodukte verwenden, da gibt es zig Alternativen, wenn man aber z. B. 100 Hennen aus einer Legebatterie befreit, wird das schon recht schwierig ohne Auto. Ich versuche das Auto zu vermeiden, wo es geht, das geht aber leider nicht immer. Im Fall der Tierausbeutung ist diese Einschränkung aber überhaupt nicht gegeben.


:prima:

Ich kenne jemanden, der auch bei der Antifa ist.
Er redet genauso begeistert von seinen Antifa-Aktionen wie er im nächsten Moment davon erzählt, dass es doch ganz normal ist, Tiere zu schlachten, das hätten sie bei sich zu Hause in der DDR auch schon immer so gemacht :weird:
Mehr muss frau dazu wohl nicht mehr sagen..... :gaga;
Erde u. Mars treffen sich im Weltall.Mars zur Erde:Wie geht's Dir? E:Ach,schlecht,ich bin krank.M:Warum,was hast Du denn?E:Homo Sapiens.M:Ach,das ist nicht schlimm.Geht schnell vorbei,hatte ich auch mal.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Rygel am Donnerstag, 18. Oktober 2007, 19:58

Und damit keine Mißverständnisse bei Gastlesern entstehen: Ich bin absolut gegen Rassismus, kann die theoretischen Beweggründe der Antifa sehr gut nachvollziehen und halte die auch für richtig und erstrebenswert. Das Problem ist eben nur, daß die Antifa an ihrer eigenen Meßlatte scheitert, weil sie sich eben in den gleichen Allmachts-, Herren- und Unterdrückungsphantasien suhlt, die sie bei ihren Gegnern anprangert. Der einzige Unterschied zwischen Rechtsradikalen und unveganen Antifa-Leuten ist die Opfergruppierung.
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Rygel am Freitag, 23. November 2007, 21:26

Neonazis schneiden Frau Hakenkreuz in die Haut
Weil eine 17-Jährige im sächsischen Mittweida einem Mädchen zu Hilfe kam, das von Rechtsradikalen bedrängt wurde, wurde sie selbst zum Opfer. Das zuständige Amtsgericht Chemnitz stellte jedoch keinen Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen aus.

Im sächsischen Mittweida haben Rechtsextremisten einer 17-Jährigen ein Hakenkreuz in die Haut geschnitten. Zuvor war die junge Frau einem sechsjährigen Spätaussiedlermädchen zu Hilfe gekommen, das von einer vierköpfigen Gruppe von Männern herumgeschubst worden war, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Nach den Ermittlungen hatten die vier Täter die 17-Jährige zu Boden geworfen, nachdem die junge Frau sie aufgefordert hatte, das Kind in Ruhe zu lassen. Während drei der Männer die Jugendliche festhielten, schnitt der vierte Täter ihr mit einem skalpellähnlichen Gegenstand das Hakenkreuz in die Hüfte. Zudem versuchte er, der jungen Frau eine Rune in die Wange zu schneiden. Dies sei jedoch wegen der heftigen Gegenwehr der 17-Jährigen gescheitert.

Der Vorfall ereignete sich bereits am 3. November. Das Opfer offenbarte sich jedoch erst später seiner Mutter, die mit ihr zur Polizei ging. Beamten des Staatsschutzes gelang es aber, das kleine Mädchen ausfindig zu machen, die von den Tätern zunächst angegriffen worden war. Das Kind habe die Aussagen der 17-Jährigen bestätigt.

Einer der mutmaßlichen Angreifer sei festgenommen worden, einen Haftbefehl habe das zuständige Amtsgericht Chemnitz jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass der Tatverdacht gegen den 19-Jährigen nicht ausreichend nachweisbar sei.

Nach Angaben der 17-Jährigen müssen zahlreiche Menschen, die sich auf Balkons umliegender Häuser aufhielten, den Überfall mitverfolgt haben.

Schließlich konnte laut Polizei der 19-Jährige aus dem Raum Burgstädt ermittelt werden, der die 17-Jährige mit festgehalten haben soll. Bei der Durchsuchung seines Zimmers in der elterlichen Wohnung wurden den Angaben nach unter anderem Datenträger sichergestellt.

Nach Angaben der 17-Jährigen trugen zwei der Angreifer Bomberjacken mit NSDAP-Aufnähern. Auffällig seien bei einem der Männer zudem nach unten hängende schwarz-weiß-rote Hosenträger gewesen. Die Polizei will nun mit Phantombildern die Täter und Zeugen ausfindig machen.

http://www.sueddeutsche.de


Ich muß zugeben, daß solche Berichte mich immer wieder nachdenklich machen. Sicher sind Fleischesser keinen Deut besser und noch unter diesem rechten Abschaum einzuordnen, weil sie mit ihrer Opfergruppierung noch viel barbarischer und feiger umspringen, aber trotzdem bleibt festzuhalten, daß Rechtsradikale schon absolut verachtens- und bekämpfenswert sind. Jetzt überlege ich die ganze Zeit, ob ich im letzten Teil des Satzes ein "unter allen Umständen" unterbringen soll. Was genau verändere ich, wenn ich mit dem Fleischesser-Pack gegen das Nazi-Pack vorgehe? Ich könnte die Position der Rechtsradikalen schwächen. Was passiert aber, wenn ich mit den elenden Speziesisten nicht gegen ihre Brüder im Geiste auf die Straße gehe? Ich stärke die Position der Rechtsradikalen, ohne auch nur einen der widerlichen Fleischfresser mit meiner Verweigerung aufgerüttelt zu haben. Irgendwie spielt das Ganze auch wieder in den Bereich "Die Leute da abholen, wo sie stehen" rein. Warum sollte ich in diesem Fall den Teufel nicht mit dem Beezelbub austreiben? Mit meiner Teilnahme an antifaschistischen Demonstrationen helfe ich erst mal der antifaschistischen Bewegung ansich, daß unvegane Antifaschisten das Gedankengut der Rechtsradikalen teilen, eben nur mit einer anderen Opfergruppierung, ist dabei vielleicht doch erstmal nebensächlich, da ich dieses speziesistische Gedankengut durch meine Teilnahme ja nicht unterstütze oder bestärke. Was kann die antifaschistische Bewegung für ihre inkonsequenten Mitglieder? Hm, wirklich ein schwieriges Thema... :akk:
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon Tofutierchen am Donnerstag, 24. Januar 2008, 21:03

Mmh, hab mir jetzt nicht alles hier durchgelesen, aber AntiFas scheinen hier nicht so beliebt zu sein, kann das sein?

Ich selber bin oft auf Antifa-Demos mit Freunden und die meisten Leute, die ich da kennenlerne, leben vegan. Ka, aber irgendwie gehört das schon fast zusammen: Antifa und vegan bzw. vegetarisch leben. So seh ich das auf jeden Fall ;)
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Re: Antifa und andere Demos?

Beitragvon kilian am Donnerstag, 24. Januar 2008, 21:04

Tofutierchen hat geschrieben:aber AntiFas scheinen hier nicht so beliebt zu sein, kann das sein?

wie kommste denn darauf?
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