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Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

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Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Christi am Dienstag, 6. November 2007, 23:06

Hallo alle zusammen,

was kann man machen wenn die Tochter Vegetarierin ist und uns ihren Lebenswandel anfängt aufzuzwingen? Meine Tochter versucht seit geraumer Zeit mich dazu zu bringen keine Fleisch mehr zu essen. Sie hat sich angeboten Heilig Abend zu kochen, Vegetarisch natürlich. Es ist sehr lieb gemeint aber wir möchten es nicht. Jetzt ist sie deswegen beleidigt. Ich habe an sich kein Problem damit kein Fleisch zu essen. Wenn mein Kind zu Besuch kommt, gibt es meistens was fleischloses oder wir kochen ihr was sie mag, wenn wir Fleisch zubereiten. Wir (Mein Mann und ich) essen an sich wenig Fleisch, werden aber nie ganz darauf verzichtern. Wir haben auch nichts dagegen wenn jemand kein Fleisch ist. Es bleibt ja jedem selbst überlassen was er ißt und was nicht. Ich verstehe nur nicht, warum man eine gut funktionierende Mutter-Tochter-Beziehung wegwerfen will für eine Überzeugung. Wir haben alle mal darüber nachgedacht, ob es eine Möglichkeint gibt die Welt besser zu machen. Der eine oder andere hat seinen Weg gefunden. Finde ich super!!! Kein Fleisch zu essen ist bestimmt auch eine Art die Welt zu verändern. Ich weiß was alles mit der Fleischproduktion zusammenhängt.... das es vielen Tieren nicht gut geht und so weiter. Aber, hallo? Bin ich jetzt ein schlechter Mensch, weil ich Fleisch nicht vom Tellerrand schubse? Was ist mit meinem Kind los? Ich weiß nicht mehr weiter. Sie wird richtig böse wenn ich ihr erkläre, dass es in Ordnung ist das sie ihren Weg geht, uns aber damit in Ruhe lassen soll. Was zum Kuckuck soll ich machen? Mich verbieben? Nö! Das geht nicht, denn ich bin mit meinem Leben ja zufrieden. Sie ja anscheinend nicht, aber da kann ich doch nichts dafür.

LG
Christi
Christi
 

Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Lucy am Mittwoch, 7. November 2007, 01:23

Christi hat geschrieben:denn ich bin mit meinem Leben ja zufrieden. Sie ja anscheinend nicht, aber da kann ich doch nichts dafür.

LG
Christi


Du bist vielleicht mit Deinem Leben zufrieden, das wären die Millionen Tiere, die täglich gequält und ermordet werden auch gerne und genau das hat Deine Tochter verstanden. Ich denke, Deine Tochter ist zufriedener als Du glaubst, denn sie darf mit reinem Gewissen auf die Straße gehen. Sie hat verstanden, was es bedeutet Mitgefühl für andere Lebewesen zu haben und es im eigenen Leben mit etwas weniger Egoismus umzusetzen. Du hast eine sehr schlaue Tochter.

Ich möchte Dich einladen, Dich ein wenig in diesem Forum umzuschauen, ich denke, Du könntest noch viele Einblicke mehr bekommen, von Dingen, von denen die meisten Fleischessenden Menschen nicht die geringste Ahnung haben. Wenn man diese Informationen einmal für sich realisiert hat, gibt es nur noch einen Weg: Mitgefühl für schwächere Lebewesen zeigen, den Egoismus auszublenden und zu akzeptieren, dass die sogenannten "Nutz"Tiere genausowenig von Menschen misshandelt und gefressen werden wollen, wie sich der Mensch von Kühen oder Schweinen quälen lassen möchte und schließlich als Kotelett auf deren Teller wiederfinden möchte.....

Ich verstehe Deine Tochter sehr gut. Sie leidet mit den Tieren jedesmal, wenn sie wieder merkt, dass den meisten Menschen das Leid der Tiere ziemlich schnuppe ist und wenn man es bei den eigenen Eltern merkt, tut es nochmal so weh....

Ich hoffe, dass Du uns nicht gleich wieder verlässt. Ich würde mir wünschen, Du bleibst noch eine Weile bei uns und liest vielleicht noch das eine oder andere Thema, vielleicht diskutierst Du sogar mal über den ein oder anderen Punkt. Du wirst dann sicher schnell merken, was Deine Tochter bewegt....

LG
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Mrs.Brainless am Mittwoch, 7. November 2007, 07:13

sorry aber was erwartest du von uns? du stellst diese fragen in einem vegetarier/veganerforum. ist ja wohl klar, dass wir hier alle ohne ausnahme auf der seite deiner tochter sind.
ich denke, dass deine tochter verstanden hat, dass es eine frage der empathie ist und ethisch gesehen geht sie auf jeden fall den richtigen weg. da sie bei dir anscheinend auf ablehnung stösst, kann ich schon verstehen, dass sie unzufrieden ist. die eltern sind nunmal die menschen, die einem mit am wichtigsten sind, und wenn dann das verständnis von deren seite und die unterstützung fehlt, ist das einfach mehr als frustrierend.
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Lucy am Mittwoch, 7. November 2007, 08:32

Ich finde es schon mal gut, dass Christi uns diese Frage stellt. Das sollten wirklich mehr Leute tun, nur so kann es die Chance geben, darüber sachlich zu diskutieren.
Erde u. Mars treffen sich im Weltall.Mars zur Erde:Wie geht's Dir? E:Ach,schlecht,ich bin krank.M:Warum,was hast Du denn?E:Homo Sapiens.M:Ach,das ist nicht schlimm.Geht schnell vorbei,hatte ich auch mal.
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Sonny am Mittwoch, 7. November 2007, 13:46

Was wäre so schlimm daran, wenn Ihr Weihnachten mal fleischlos eßt???
Da bezieht Ihr wenigstens in den weihnachtlichen Frieden und die weihnachtliche Liebe auch mal die Tiere mit ein!!!!
WEIHNACHTEN - auch für Tiere
Die Weihnachtsgans für den festlichen Tisch,
das Huhn, die Ente, das Kälbchen, der Fisch,
der Truthahn, das Lamm und das arme Schwein
erleben für's Fest nur Folter und Pein.

Habt ihr Menschen darüber je nachgedacht,
was die Tiere Entsetzliches mitgemacht,
bevor sie auf euren Tellern landen,
dass sie sich in Todesqualen wanden?

Für's FEST DER LIEBE - in engen Kisten
müssen Millionen ihr „Leben" fristen.
Für's FEST DER FREUDE - gequält und geschunden,
für's FEST DES FRIEDENS - wer zählt ihre Wunden?

Doch das wollt ihr nicht hören, geschweige denn sehen,
wollt lieber verdrängen und nichts verstehen.
Wie könnt ihr Anspruch auf Frieden erheben,
wenn ihr so umgeht mit anderen Leben?

Während ihr nun auf das Weihnachtsfest harrt,
werden die Tiere zum Schlachten gekarrt.
Mit blutigen Striemen ihr Leib übersät,
vergebens ihr Blick jetzt zum Himmel fleht.

Wie ist das nur in Einklang zu bringen -
töten - und fröhliche Lieder singen?
Oh, du selige Weihnachtszeit ........
Für Menschen der Friede - für Tiere das Leid!

Ihr wünscht euch selber Gesundheit und Glück,
doch bei Tieren schreckt ihr vor nichts zurück.
Hauptsache ist - der Braten wird schmecken,
egal wie auch immer die Tiere verrecken.

Bald werden in Kirchen Choräle dröhnen,
doch das Schrei'n der Geschöpfe kann es nicht übertönen!
„FREUT EUCH" - die Heilige Nacht ist schon nah,
für die Tiere das Schlachtmesser „HALLELUJA"!

(Herta Blihall)

oder:
Gut, daß es die Gänse gibt

Weihnachten will wiederkommen.
Meiers und die andern Frommen
rüsten schon aufs allerbeste
im Advent sich zu dem Feste.

Erst beginnt das große Schlachten,
und die Tiere, welche dachten,
Weihnachten käm auch für sie,
ach herrje, wie irrten die.
Denn man hat es nicht vergessen,
ihren Inhalt kann man essen.
Hat man sie da totgemacht,
sing man: "Stille, heil`ge Nacht."

Fromm gestimmt freut man sich dann,
daß man Tiere essen kann,
nach der Art der Kannibalen.
Und im Schlachthaus Todesqualen,
stört ja keine Frömmigkeit,
in der heil`gen Weihezeit.

Habe ich es wohl erraten?
Meiers essen Gänsebraten.
Gänsebraten ist beliebt.
Gut, daß es die Gänse gibt.

Schlachtgesinnung macht sich breit
in der heil´gen Weihnachtszeit.

Fröhlich singen alle Frommen.
Weihnachten will wieder kommen.

(von Hermann Pöpken; Wiefelstede)
Zwischen mir und dem kleinsten Tier liegt der Unterschied nur in der Erscheinungsform. Im Prinzip sind wir das Gleiche. Vivekananda Swami
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Rene am Mittwoch, 7. November 2007, 20:18

Hi,

Ich bin bei dem thema etwas Geteilter Meinung. Stimmt, viele Tiere Leiden, Leben unter mehr als Unwürdigen Bedingungen und sehen im Leben nur einmal die Sonne, Nämmlich auf dem Weg zum Schlachthof. Aus Ethischer icht wäre es sicher das Richtige zu sagen Weg mit dem Zeug, ich will es nicht mehr. Ich denke auch das die wenigsten nach einigen Videos zu dem Thema nicht Besonders Guten Apettit hätten :essen: :kotz:

Ich kann aber auch Christie Verstehen, wenn man etwas das ganze Leben lang Gemacht hat, die Eltern es gemacht haben, die Großelter etc. wie etwa das Fleischessen ist es für viele sehr Schwer sich dahingehend zu ändern das man sagt ich Verzichte jetzt auf Fleisch, oder wie man so schön sagt, die Macht der Gewohneit. Ich habe auch Lange mit mir Gerungen bis ich erst vor kurzem gesagt habe, so und jetzt ist es so weit das ich auf Fleisch Verzichten möchte. Im Moment kann ich mich zum Beispiel, auch WENN ich weiß was alles damit Verbunden ist mich noch nicht dazu Durchringen Komplett Vegan zu werden, auch das ist eine Umstellung die wieder Zeit braucht. Ich Bewundere diejenigen die sagen so, 3,2,1 und ab jetzt bin ich Vegan, aber viele andere können das nicht von Heute auf Morgen. Und wieder andere können sich gleich gar nicht mit dem Gedanken Anfreunden, aus Welchen Gründen auch immer.

Christie,

du kommst mir vor wie ich. Wenn mich jemand auf Biegen und Brechen von etwas Überzeugen will mache ich innerlich Dicht einfach weil ich meinen eigenen Kopf habe und mir nicht gerne von anderen einen Stempel Aufdrücken lassen möchte. Versuch doch nochmal in aller Ruhe mit deiner Tochter zu reden. Ihr könntet ja einen Mittelweg finden, etwa das sie euch nicht auf Biegen und Brechen Bekehren will (Wie gesagt, so etwas hasse ich auch und mache dann sofort Dicht oder Unbewußt gerade extra das Gegenteil) und ihr dafür ein oder 2 mal in der Woche ein treffen Macht bei dem ihr Gemeinsam Kocht und und euch mal durch Vegetarische und Vegane Gerichte Kocht. Etwa Gemüseburger, ich hätte Früher jeden der das mit einem Richtigen Hamburger Verglichen hätte für Bekloppt gehalten. Arbeite mich aber im Moment durch Verschiedenen Vegetarische Gerichte und so auch Gemüse- und Sojaburger und war Überrascht das die gleich Besser Schmecken als mit Richtigen Fleisch, hätte ich nie Gedacht. Ich Finde, aber das ist wieder meine Persönnliche Empfindung, das man sich Besser fühlt wenn man weiß das das auf dem Teller kein Wesen ist das nie Sonnenlicht gesehen hat und nie etwas anderes als Schmerz, Pein, Erniedrigung und Diskremierung erfahren hat. Vielleicht Entdeckt ihr so doch noch eure Vegetarische oder sogar Vegane Ader.

Gegen das Weihnachtsessen finde ich Spricht doch auch nichts, ich finde es schön das eure Tochter da für euch Vegetarisch kochen möchte, das könntet ihr dann auch Gemeinsam Zubereiten. Eine Vegetarische Weihnacht wäre doch auch mal etwas Besonderes, oder? Du hast ja Gesagt das ihr ohnehin nicht Besonders viel Fleisch esst, was Spräche also dafür gerade an Weihnachten Fleisch zu essen? Das es Weinachten Unbedingt einen Saftigen Braten geben muss ist ja auch nur einer Vererbte Vorstellung und der Optimalzustand im Wunschdenken eines Metzgers. Denk einfach nochmal darüber nach.

OK, und jetzt hoffe ich das mich niemand Steinigt (Wie war das, sie hat Jehova gesagt! Sie hat Jehove Gesagt! *gg*). Ich finde es Moralisch Bedenklich Fleisch zu Essen, schon seit längerem, wenn ma sich erst mal Klar gemacht hat wo es Herkommt und wie es dem Tier von dem das Fleishc kommt ergeht. Ich finde es aber auch Moralisch Bedenklich jemanden auf Biegen und Brechen jemand anderen von den eigenen Wertvorstellungen und Moralischen Empfindungen Überzeugen bzw. Bekehren zu wollen. Wie damals als das Christentum nach Europa kam und seine Hehren Ethischen Vorstellungen von Frieden und Nächstenliebe seinen Nächsten mit Feuer und Schwert Eingetrichtert hat.
Es muss jeder für sich entscheiden ob er nun auf Fleisch oder Überhaupt auf Tierische Produkte Verzichtet oder nicht. Wenn ich sage ich Verzichte ab Heute auf Fleisch möchte ich das meine Mitmenschen das Respektieren, sich nicht darüber Lustig machen und nicht Versuchen mit zum Kottlet-Essen Verleiten. Ebenso werde Veganer wollen das man sie so wie sie sind Aktzeptiert und ihnen nicht Während sie Schlafen ein Gekochtes Ei in den Mund steckt *g*.
Aber genauso wie ich Aktzeptiert werden möchte wie ich bin Aktzeptiere ich auch andere so wie sie sind. Wenn ein guter Freund von mir gerne Fleisch ist spreche ich ihn schon mal darauf an, auch wo es Herkommt und vor allem wie es ihm Ergeht bevor es in die Tiefkühltruhe oder zum Metzger kommt, wenn er darauf Eingeht OK, wenn er es aber nicht tut und an seinem Lebenswandel nichts ändern möchte Aktzeptiere ich es auch. Ich denke das eine Freiwillige und Bewußte entscheidung zur Vegetarischen oder Veganen Ernährung Wertvoller und Beständiger ist als eine die nur mehr oder weniger durch Nötigung und "Nun mach endlich gerede" Zustande kam.
Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir unzulänglich sind.
Unsere tiefste Angst ist, daß wir grenzenlose Macht in uns haben.
(Nelson Mandela)
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Christi am Mittwoch, 7. November 2007, 20:57

tja, was habe ich von einem Vegetarierforum erwartet? Gute Frage. Ich glaube ich habe mich hier zu Fraß vorgeworfen, wenn ich die Antworten so sehe.
Ja ne, ich möchte mich nicht mit euch zanken, das ist ja dumm. Ich bin ja hier um Anworten zu bekommen die mir helfen können zu verstehen was in meinem Kind vorgeht.
Es geht um Akzeptanz. Ich kann Vegetarier akzeptieren aber werde ich von Vegetariern akzeptiert? Ihr glaubt ich verstehe mein Kind nicht? Nein nein, so ist das nicht. Ich kann sie schon verstehen. Aber es kann nicht sein, dass man wegen verschiedener Lebenseinstellungen aufeinmal getennt wird.
Vegetarier zu sein ist eine Lebenseinstellung! Es ist gut wenn man ein feste Einstellung hat und man sollte nicht versuchen diese umzustoßen denn sonst kommt man ins wanken. Das wäre wie, wenn jemand den Glauben an etwas verliert.
Mein Kind möchte das ich an ihrer Einstellung teil habe. Das tue ich (wir) ja schon die ganze Zeit. Ich stelle mich auf sie ein wenn sie zu Besuch kommt. Sogar mein Mann (er ist bei uns der Koch) tut das. Wir kochen Vegetarisch! Und das sogar weil wir es gerne machen für mein Kind und es schmeckt ja auch. Das Problem ist eben nur, das ich den Eindruck gewinne, dass sie unsere Einstellung nicht akzeptiert will. Wie ich oben bereits schon sagte, man kann nur dann miteinander leben, wenn man sich gegenseitig akzeptiert und auch respektieren. Das muss von beiden Seiten kommen. Wir mögen uns doch, wo ist das Problem? Es kann niemand von mir verlangen meine Lebenseinstellung zu ändern. Das würde von euch auch niemand machen. Das ist Verrat an sich selbst.



LG
Christ

PS. Schont mich nicht, ich bin ja schon groß.

Hallo Rene,
ich bin froh, dass es auch vegetarier (angehende Veganer) gibt die Akzeptanz üben können. Nur so gibt eine Verständigung unter den Menschen.
Christi
 

Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Sonny am Mittwoch, 7. November 2007, 22:19

Deine Frage betraf ja erstmal nur das Weihnachtsessen....
darauf hast Du Deine Antwort bekommen - eigentlich sieht keiner ein Problem darin, daß Du in dieser Hinsicht Deiner Tochter den Gefallen tust. Tust Dir damit auch einen...

Die Frage zu Toleranz, Akzeptanz und Respekt.
Ich kann notfalls tolerieren, wenn jemand nicht auf sein totes Tier verzichten kann/will.
Akzeptieren muß ich es wohl notgedrungen, was soll ich dagegen machen, wenn alle meine Argumente nicht greifen?
Aber niemand kann von mir verlangen, daß ich es respektiere!!! Menschen, die durch ihren Fleischkonsum Qual, Leid und den Tod der der Tiere in Auftrag geben, nur um des Genusses Willen, kann und will ich nicht respektieren! Das ist einfach zu viel verlangt, denn, wie Du schon schriebst, ist der Vegetarismus und noch mehr der Veganismus, eine Lebenseinstellung.
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Rygel am Mittwoch, 7. November 2007, 22:32

Christi hat geschrieben:Wie ich oben bereits schon sagte, man kann nur dann miteinander leben, wenn man sich gegenseitig akzeptiert und auch respektieren. Das muss von beiden Seiten kommen.


Ich will gar nicht soviel zu diesem Thema sagen, aber verstehst du wirklich nicht deine Tochter, Christi? Wie kannst du von ihr Toleranz verlangen, nur weil du diese ihr gegenüber zeigst? Was genau tolerierst du? Daß deine Tochter keine Tiere unnötig umbringen und quälen läßt. Und daraus leitest du ab, daß sie im Umkehrschluß dich auch tolerieren muß, weil du diese Verbrechen aus puren Genußgründen unterstützt und förderst? Ich weiß wirklich nicht, was daran so schwer zu verstehen ist: Du bist in diesem Fall der Aggressor, der andere für Morde an Unschuldigen bezahlt. Das mag jetzt hart klingen, aber nenne mir eine andere Bezeichnung, die auf die von dir bezahlten Taten zutrifft. Daß Tiere unschuldig sind, darüber müssen wir uns wohl nicht unterhalten, genausowenig darüber, daß eine gewaltsame bewußte Tötung einen Mord darstellt. Warum sollte deine Tochter dich aber jetzt deswegen tolerieren? Du hast nichts zu verlieren, sie tut ja nichts, was du verurteilen könntest, sie verschont nur Leben. Wieso ist es so schwer zu verstehen, daß diese Toleranz andersrum nicht klappt? Muß ich einen Rechtsradikalen akzeptieren, der ein Asylantenheim ansteckt, wenn er akzeptiert, daß ich das nicht tue? Nein, muß ich natürlich nicht, warum sollte das aber bei anderen Verbrechen klappen?
Für Bärbel Schäfer bin ich von mir aus ein Faschist,
für den Hool von nebenan bin ich so gern ein Kommunist,
für die anderen um mich herum bin ich nur ein Moralist,
weil jeder von euch weiß, wie´s ist - und fickt euch.
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Re: Konflikt Vegetarier/non Vegetarier

Beitragvon Scyleia am Donnerstag, 8. November 2007, 00:14

Hallo Christi,

Erstmal würde mich interessieren: Wieso möchtest du nicht, dass deine Tochter an Weihnachten kocht? Vor allem, wenn du weißt, dass du ihr damit eine Freude machen würdest? Wäre ein vegetarisches Weihnachten so schlimm? (Das ist nicht als rethorische Frage gemeint.)

Wenn ich meiner Mutter anbieten würde zu kochen, wäre ich wohl auch enttäuscht, wenn sie ablehnt. Das ist das eine.
Dann wäre da noch die Sache mit der Einstellung. ;)
Ich nehme hierfür immer gern den Vergleich: stell dir einfach vor, das was du da isst, wäre Menschenfleisch. Als so schlimm, wie du das empfinden würdest, empfindet deine Tochter das wohl auch, wenn du Fleisch von anderen Spezies isst. Für sie ist es einfach falsch. Und wenn man überzeugt davon ist, dass etwas falsch ist, dann tut es einem in der Seele weh, geliebten Menschen dabei zu zusehen, wie sie genau das tun - es tut einem auch bei anderen Menschen weh, aber bei solchen, die einem nahestehen einfach noch viel mehr. Ich gehe davon aus, dass sie einfach wirklich von dir verstanden werden möchte (gerade wenn, wie du schreibst, euer Verhältnis ansonsten eigentlich gut ist) - und ich denke, dass eine solche Gelegenheit, wie die, dass du ihren Vorschlag an Weihnachten zu kochen ablehnst, ihr genau das Gegenteil vermittelt. Vielleicht wird sie deswegen böse, weil sie enttäuscht ist.

Dann noch was in eigener Sache, oder vielleicht auch in Sache deiner Tochter: Es gibt immer wieder Omnivoren/Fleischesser, wie auch immer, die total stolz darauf sind, dass sie "nichts gegen Vegetarier/Veganer haben", dass sie ja so tolerant sind. Mir stößt das meistens ziemlich übel auf, denn was geht die das denn an, was ich esse, solange ich dabei niemandem schade? Muss man jemandem gegenüber, der versucht Gutes zu tun "tolerant sein"? :ka: Ich würde das eigentlich für selbstverständlich halten. Genauso, wie ich es für selbstverständlich halte, auf die Bedürfnisse seiner Gäste einzugehen: wenn mein Gast keinen Blumenkohl mag (sei es jetzt aus ethischen, ästhetischen oder religiösen Gründe), dann serviere ich ihm keinen.

Ob du ein schlechter Mensch bist, weil du Fleisch isst? Hm..tja, wer hat das Recht das zu beurteilen? Ist man ein schlechter Mensch, wenn man wohlwissend Schmerzen und Tod leidensfähiger Lebewesen in Kauf nimmt - für.. ja, wofür.. Genuss.. Gewohnheit?
Meine Antwort, wie du dir sicher denken kannst, wird da wohl eher positiv ausfallen. Ganz allein aus dem Grund, weil ich mich für einen schlechten Menschen halten würde, wenn ich das täte - ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen. Wieso also soll das für andere Menschen nicht auch gelten?

Was du machen solltest im Bezug auf deine Tochter?
Das ist nicht so leicht zu beantworten. Vielleicht solltest du v.a. versuchen, sie erstmal "wirklich" zu verstehen, versuchen ihr "nachzufühlen". Dann kannst du ihre Reaktionen vielleicht eher nachvollziehen. Ich denke das ganze hat nichts mit verbiegen zu tun. Ich bin auch zufrieden mit meinem Leben, dennoch hält mich das nicht davon ab, es immer wieder neu zu reflektieren, aus anderem Blickwinkel zu betrachten und nötigenfalls Konsequenzen zu ziehen. Dabei fühle ich mich nicht, als würde ich mich verbiegen - unabhängig davon, ob andere mich auf entsprechendes aufmerksam machen, oder ob ich selbst darauf komme. (Was wären wir, ohne den Ideenaustausch mit anderen? ) Es ist erstmal prinzipiell nichts schlimmes, sich zu verändern (oder verändern zu lassen), letztendlich ist Stillstand der Tod. ;) Ich jedenfalls habe vor, mich mein ganzes Leben lang weiter zu entwickeln, zu verändern...

Hm.. ich glaube ich schweife gerade ziemlich ab. *g* Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig einen anderen Blickwinkel auf das Ganze verschaffen, das zumindest ist meine Intention. :nick:


PS: Willkommen im Forum! :blume:
Tatsachen hören nicht auf zu existieren, nur weil sie ignoriert werden.
Huxley, T.H.


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