Also gut, ein letztes Mal.
Darauf wollte ich nochwas loswerden:
im gegensatz zu tierrechten ist es aber realitätstauglich. es böte auch eine rechtlichen rahmen für durchaus radikale änderungen - sagen wir z.b. nur freilandhaltung, oder sogar ein verbot jeglicher tierhaltung.
Ich finde Tierschutz genauso wichtig wie Tierrechte. Das stößt zwar in TR-Kreisen nicht immer unbedingt auf Verständnis, ist aber meine Haltung. Denn es wird immer Menschen geben, die sich tierischer Produkte bedienen. Eine vegane Welt... Utopie. Wunschdenken. Uns ist das durchaus auch bewusst.
Hatte auch mal ein Thema darüber:
umweltschutz-tierschutz-rechte--f7/tierschutz-vs-tierrechte-t907.htmlDennoch habe ich Tierrechte zu meinem Ziel gemacht. Ich bin mir ziemlich sicher, das ich niemals "große Erfolge" erleben werde. Aber jeder noch so kleine Erfolg wird plötzlich rießengroß. Jeder Schritt zählt, denn jedes Leben zählt. Ich setze meine Hoffnung darein.
Man kann mir sagen, das es nicht realistisch ist. Mag sein. Aber unmöglich ist es auch nicht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
So, und ich kann mich für Tierrechte einsetzen wann immer ich will. Ich finde, das das eine gute Sache ist - ich glaube an etwas "gutes". Ich sehe nicht ein, dafür kritisiert zu werden bzw. kommt Kritik gar nicht bei mir an. Weil ich an „meine Sache“ glaube u. es für richtig empfinde.
Ich schiebe jetzt mal Moral u. Ethik beiseite u. versuche mal objektiv zu betrachten. Unser Tierschutzgesetz; das zieht einfach nicht. Man kann sich nicht hinsetzen u. sagen "wir haben ein TG und damit ist mein gutes Gewissen gesichert". Wir haben Massentierhaltung, Legebatterien etc. Das stimmt nicht mit dem TG überein. Das wir gewaltige Verbesserungen in den Haltungsbedingungen für Nutztiere brauchen sollte außer Frage stehen.
Nehmen wir mal an, man würde durchsetzen (wie Du geschrieben hast) - nur Freilandhaltung. Das ist etwas wofür ich mich einsetzen würde, weil ich das für einen enormen Gewinn für die Tiere sehen würde. Aber; wie willst Du das verwirklichen? Das ist genauso fernab jeglicher Realität wie eine vegane Welt. Denn der Mensch ist gierig und geizig. Mensch müßte seinen Tierprodukte-Konsum drastisch drosseln. Dann gäbe es halt nur noch 1-2 mal im Monat Fleisch & Co. Allein dafür wären die wenigsten bereit. Freilandhaltung für alle Nutztiere? Wer soll das bewirtschaften? Trauriger Fakt ist, das man diese Masse von Gierhälsen ohne Massentierhaltung gar nicht "bedienen" könnte.
euer ziel, leiden zu vermeiden, gilt sowieso nur für nmts (im folgenden "tiere").
Richtig. Deswegen sind wir ja auch Tierrechtler. Keine Menschenrechtler. Ich würde auch niemals auf den Gedanken kommen, einem Menschrechtler vorzuwerfen, sich nicht für Tierrechte einzusetzen. Jeder hat so sein "Gebiet".
ich beschäftige mich seit etwa 15 jahren damit. ich denke, dass ich da einen besseren überblick habe als die meisten veganer, tierrechtler und antispeziesisten.
15 Jahre beschäftigst Du dich mit etwas, was Dir selbst gar nicht zusagt. Traurig, wenn man nix besseres zu tun hat. Du mußt ja ein sehr langweiliges, leeres Leben führen.
jemanden zu kritisieren ist doch nicht menschenfeindlich.
Ich würde sagen, der Ton macht die Musik. Und Kritik... gerechtfertigte Kritik sollte eigentlich einen gewissen Stil haben. Das, was ihr abzieht ist sicherlich keine Kritik. Das ist einfach nur unterstes Niveau. Diese Zitate passen irgendwie:
„Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.“
„Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind nur arm an Takt.“
im gegenteil, das gehört zu einem geflegten streitgespräch dazu. jemanden den tod zu wünschen oder sonst das lebensrecht abzusprechen ist menschenfeindlich.
Gepflegtes Streitgespräch?! Schon mal daran gedacht, das manche aber einfach keinen Bock auf Streitereien haben?! Ich suche sicherlich keine Streitgespräche.
Und Lebensrecht absprechen? Interessant, das von jemanden zu hören, der es Tieren abspricht u. sie regelmäßig für den reinen Gaumengenuß über die Klinge springen lässt.
ich hab mir dazu nur mehr gedanken gemacht als du.
Woher willst Du wissen, was für Gedanken ich mir mache?
ferner ist leben immer auch leiden. ein leben ohne leiden gab es nur im mythischen paradies. der versuch, das leiden abzuschaffen, findet seinen logischen schluß in der abschaffung des lebens. auf dem mond gibt es kein leid.
Na das ist ja mal eine Einstellung.

Wenn das mit dem Leid so selbstverständlich wäre, dann müssten wir ja niemandem mehr helfen. Weder Mensch noch Tier. Du kannst diesen "geistreichen" Satz auch mal einem Arzt sagen, oder z.B. jemandem der gegen Aids u./o. Hunger in Afrika kämpft.
Sicher gehört gewisses Leid zum Leben dazu. Aber man muß es ja nicht noch fördern! Und wenn man es vermeiden kann oder helfen kann es zu mindern, dann tut man das auch. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.
woher weisst du eigentlich, dass es dem nutztier soviel schlechter ergeht als seinem wilden verwandten?
Weil dieses Leben nicht naturgemäß ist. Ein Tier will sich frei bewegen können. Ein Tier will eigene Entscheidungen treffen. Ein Tier will sein eigenes Leben leben. Und ein Tier will nicht leiden. Sicher, in freier Wildbahn gibt es auch Räuber. Aber da hat der Gejagte zumindest eine Chance. Ein Tier im Schlachthaus hat keine Chance.
Und jedem sollte ja bewusst sein, das man selber auch nicht so leben u. sterben möchte. Und was Du nicht willst, das man Dir tu - das füg auch keinem anderen zu. Und schon alleine wie die meisten Nutztiere "leben" müssen... das alleine ist schon übelste Quälerei.
Wenn Du aber meinst, das Nutztierhaltung so schön ist... Stell Dich doch mal Probehalber nur einen Tag lang in eine Ecke u. schau die Wand an. Dann weißte mal wie es den meisten Milchkühen geht.
BTW hast Du schon mal Kuh und Kälbchen nacheinander schreien gehört, wenn man sie trennt? Sowas vergisst man nie wieder.
Vor allem; diese Tiere gehen wirklich größtenteils durch die Hölle – obwohl das gar nicht nötig wäre. Wir brauchen in der heutigen Zeit keine tierischen Produkte!
Was die Studien bezügl. % der Veggies angeht. Also, Studien... die sagen meist gar nichts aus. Um genau zu berechnen wieviele Veggies es gibt müsste JEDER an einer Studie teilnehmen. Sehr unwahrscheinlich. Fakt ist; es gibt viele Veggies. Wieviele Prozent das nun sind, ist doch letztendlich egal.